Apfelfest Wo der Apfelkönig regiert

Bereits zum fünften Mal ist auf dem Areal der historischen Wassermühle das Stuckenborsteler Apfelfest über die Bühne gegangen. Der Dorfverein hatte eingeladen und zahlreiche Freunde des Obstes sind gekommen.
06.10.2019, 17:27
Lesedauer: 3 Min
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Von Lukas Warnecke

Mehrere Familien haben es sich zwischen Kisten von Äpfeln gemütlich gemacht, während in der Luft der Geruch von Grillfleisch liegt und im Hintergrund sanfte Live-Musik ertönt. Dieses Bild hat sich am Sonntagnachmittag bei der fünften Auflage des Stuckenborsteler Apfelfestes vor den Toren der historischen Wassermühle gezeigt. Organisiert wurde die Veranstaltung wieder einmal von den rührigen Ehrenamtlichen des Dorfvereins Stuckenborstel. Alle Besucher waren wieder herzlich eingeladen, ihr eigenes Obst vorbeizubringen und es zu Saft durch die Mosterei Clausen verarbeiten zu lassen. Es standen jedoch noch viele weitere Punkte auf dem Unterhaltungsprogramm. Von der Wahl des Apfelkönigs, Informationen über die richtige Apfelbaumpflege oder einfach nur ein gemütliches Beisammensitzen.

Bereits am Eingang zum Apfelfest wartete die große Waage auf die Lieferung der Äpfel. Zum Teil kistenweise brachten einige Besucher die Kernobst-Erzeugnisse dieses Jahres. Jeder Lieferung wurde nach dem Wiegen sorgfältig markiert, damit am Ende auch jeder den Saft aus seinen eigenen Äpfeln bekommen konnte. „Bis zu einer Tonne Äpfel werden bei dem Apfelfest abgegeben“, wusste Katharina Jäger, Vorsitzende des Dorfvereins, aus Erfahrung zu berichten.

Alles dreht sich um das Kernobst

Neben der Abgabe der Äpfel konnten Interessierte sich zudem selbst einmal zusammen mit den Naturschützern des Nabu Rotenburg beim Apfelpressen versuchen. Umschwirrt von jeder Menge Wespen wurden so mehre Liter Apfelsaft erzeugt, die unter den Besuchern verteilt wurden. Besonders Kinder waren fasziniert von dem technischen Gerät und bedienten es mit Begeisterung.

Für einen kleinen Einkaufsbummel gab es ebenfalls genügend Möglichkeiten. Wie üblich bei dieser Veranstaltung kamen alle Verkäufer direkt aus Stuckenborstel und durften auf dem Apfelfest ihre selbst hergestellten Waren anbieten. Natürlich drehte sich auch hier alles um das Thema Apfel. Mit von der Partie waren die Klassiker wie Apfelmus, Apfelwein und Apfelkuchen. Bei Deko-Arbeiten aus Ton wurde ebenfalls auf apfelförmige Stücke gesetzt. Neben Burgern standen auch ausgefallene Gerichte zur Auswahl, wie zum Beispiel eine Apfel-Kürbis-Suppe oder eine Bratapfel-Sorte beim Eisstand. Auch bei dem Verkauf von Büchern wurde sich auf das rote Obst konzentriert. Von Sachbüchern über den richtigen Obstbaumschnitt bis hin zu Kochbüchern mit den besten Apfelrezepten.

Alle Besucher, die eher geschichtlich interessiert waren, konnten einen Abstecher zu der immer noch nutzbaren Wassermühle machen. Vor über 20 Jahren restauriert und vom „Förderkreis Wassermühle Stuckenborstel“ in Besitz genommen, stand das zweistöckige Gebäude allen Gästen zu einer Besichtigung zur Verfügung. Die großen Zahnräder und Lederriemen standen auch an diesem Tag nicht still und machten vor allem durch ihre Geräuschkulisse auf sich aufmerksam.

Mühlen-Experte Hans-Richard Buthmann bot ab 13 Uhr Führungen durch das ehrwürdige Bauwerk an. Buthmann gab Einblicke in die Geschichte und Funktionsweise der Mühle. „Wir könnten auch sofort wieder malen“, erzählte er vor dem laufenden Getriebe. Um jedoch Ungeziefer vorzubeugen, werde darauf heute eher verzichtet. Die Idee für das Apfelfest ist derweil ursprünglich in privaten Kreisen entstanden. „Wir haben zu Hause 25 Obstbäume im Garten“, erzählte Katharina Jäger. Durch die Aktiven des Dorfvereins entwickelte sich die Idee, die vielen Erträge zur Mosterei zu bringen, schließlich zu dem jetzigen Apfelfest.

Großer Zuspruch im Ort

Bereits bei der ersten Veranstaltung konnten große Erfolge verbucht werden. „Es hat scheinbar den Nerv der Leute getroffen“, meinte Katharina Jäger. Vor allem durch die große Mitarbeit der ortsansässigen Landwirte und Betriebe zum Beispiel beim Verkauf wäre die heutige Größe des Apfelfestes gewährleistet. Bei den Besuchern zeige sich jedes Jahr große Begeisterung über die Veranstaltung. Viele würden bis zum Ende des Festes am Abend bleiben. „Mich macht es immer sehr glücklich, wie gut das angenommen wird“, sagte Katharina Jäger.

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