Tarmstedter Gespräche Landtourismus als Einkommensalternative

Welches Potenzial in möglichen Einkommensalternativen steckt, darüber diskutieren Martina Warnken und andere Teilnehmer im Rahmen der Tarmstedter Gespräche am Montag, 10. Juli, ab 10.30 Uhr.
07.07.2017, 16:15
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Landtourismus als Einkommensalternative
Von Undine Zeidler

Wenn die Preise für ihre Produkte sinken, die Auflagen für die landwirtschaftliche Arbeit immer komplexer werden, macht es für Landwirte Sinn, zu überlegen, wie ein Bauernhof noch anderweitig genutzt werden kann. Das Fachwort dazu ist „Einkommensalternativen“. Durchaus ein Trendthema, das sich auch im Programm der 69. Tarmstedter Ausstellung widerspiegelt. Welches Potenzial in möglichen Einkommensalternativen steckt, diskutieren Martina Warnken und andere Teilnehmer im Rahmen der Tarmstedter Gespräche am Montag, 10. Juli, ab 10.30 Uhr bei der Podiumsdiskussion: „Mit regionalen Angeboten das Image der Landwirtschaft aufbessern: Landtourismus bietet 365 Tage positives Image für die Landwirtschaft“.

Die Grasberger Familie Warnken bietet Urlaub auf dem vollbewirtschafteten Huxfeld-Hof an. 60 Milchkühe, Hühner, Ziegen, Kaninchen, Katzen und Ponys erwarten die Gäste, genau wie Spielgeräte für Kinder. All das günstig gelegen zwischen den Künstlerdörfern Worpswede und Fischerhude. In Martina Warnken finden die Urlauber außerdem eine tourismuserfahrene Frau. Sie ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit in Niedersachsen. Diese vereint 250 Mitglieder. Warnken erklärt den gemeinsamen Ansatz gegenüber dem Pressedienst des Landvolks Niedersachsen (LPD): „Es geht nicht nur darum, eine Unterkunft für Urlaub zu stellen, bei uns bekommen die Gäste viel mehr.“ Zu finden ist all das auf der Internetseite www.bauernhofferien.de, egal, ob als spannendes Programm für den Kurzurlaub oder die großen Ferien in Niedersachsen.

Ein paar Tage auf dem Bauernhof vermitteln eine Ahnung, wo das Essen herkommt und vor allem kann der Besucher die Menschen kennenlernen, die beispielsweise für das tägliche Brot und die Milch sorgen. In Zeiten, da gerne mit Fingern auf die Landwirtschaft gezeigt wird, baut die Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Ferien auf dem Lande eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern.

Die Arbeitsgemeinschaft wurde vor 45 Jahren gegründet. Familien mit kleinen Kindern sind seitdem eine wichtige Zielgruppe. Was kann wohl spannender sein, als von morgens bis abends draußen zu toben, auf dem Trecker mitzufahren oder Tiere zu füttern. Ganz nebenbei lernen die Kinder viel über Ackerbau und Viehzucht, so der LPD. Aber auch Menschen ohne Kinder zieht es raus aufs Land und auf die Bauernhöfe.

Seit vielen Jahren finden Erholungssuchende auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft unter der Rubrik „Erleben und Genießen“ Bauernhöfe mit besonders schönen Bauerngärten. Seit 1999 können Pferdebesitzer unter „Bett und Box“ die Unterkunft für ihr Tier gleich mitmieten und seit 2009 fasst das Projekt „Landreiselust“ die schönsten Ausflugsziele auf dem Land zusammen. Martina Warnken fasst die Fülle gegenüber dem LPD zusammen: „Wir bieten eigentlich alles an, was auf dem Land oder auf dem Bauernhof möglich ist, auch Camping, Wellness, Wandern, Heuhotels, Hofcafés, Radwandern und barrierefreien Urlaub“. Dazu noch Seminare oder Veranstaltungen auf dem Bauernhof, den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Dieses und was noch möglich ist an Einkommensalternativen für den Bauernhof, das will die Diskussionsrunde vermitteln.

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