Samtgemeinde Tarmstedt Samtgemeinde investiert Millionen

Die Samtgemeinde Tarmstedt investiert in diesem Jahr 7,7 Millionen Euro – und hat eine Fachkraft für die Leitung des Ummelbads gefunden.
10.03.2020, 17:40
Lesedauer: 3 Min
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Von Johannes Heeg

Tarmstedt. Der zweiten Amtszeit von Sven Feht als Ortsbrandmeister von Hanstedt steht nichts mehr im Wege. Samtgemeindebürgermeister Frank Holle sprach in der jüngsten Ratssitzung die offizielle Ernennung zum Ehrenbeamten aus und überreichte Feht die dazu gehörige Urkunde. Ebenso verfuhr Holle mit Thees Brase, der zum 1. Juli stellvertretender Ortsbrandmeister in Hepstedt wird, und mit Jörg Eckhoff, der mit sofortiger Wirkung stellvertretender Ortsbrandmeister von Kirchtimke wurde.

Eine andere Personalie wurde in der Ratssitzung ohne Namensnennung besprochen. Fürs Hepstedter Freibad gibt es eine neue Leitung, sagte Verwaltungschef Holle in der Bürgerfragestunde auf Nachfrage von Henri Blanken vom Ummelbad-Förderverein. Einen Namen nannte er mit Verweis auf „das laufende Personalverfahren“ nicht, doch berichtete Holle, es sei geplant, dass die neue Kraft den Arbeitsvertrag am 19. März unterschreibt. „Jetzt heißt es Daumen drücken“, so Holle.

Die neue Fachkraft könnte dann zum 1. April anfangen, sagte Holle. Was auch den Freibad-Förderverein sehr freuen dürfte, der laut Blanken schon in Sorge war, ob das Ummelbad in diesem Jahr überhaupt geöffnet wird. Noch frisch ist in Hepstedt die Erinnerung an die vorige Freibadsaison, die praktisch damit begann, dass der frisch als Badeaufsicht eingestellte junge Mann nach wenigen Tagen kündigte. Das Freibad war danach wochenlang bei bestem Sommerwetter nur mittwochs geöffnet. Für Sonnabend, 4. April, kündigte Blanken für den Förderverein eine Putz- und Aufräumaktion im Ummelbad an. Beginn ist um 9 Uhr, und wer hat, solle Schaufel oder Harke mitbringen.

Beschlossen hat der Samtgemeinderat, dass er sich in der kommenden Wahlperiode ab 2021 nicht verkleinern, sondern bei 26 gewählten Vertretern (plus Samtgemeindebürgermeister, der ebenfalls stimmberechtigt ist) bleiben will. Möglich wäre es, die Anzahl der Sitze um zwei, vier oder sechs zu verringern. Dies wäre mit Einsparungen verbunden, pro Ratsmitglied rechnet die Verwaltung mit Sitzungsgeldern in Höhe von 3900 Euro im Jahr. Weniger Ratsmitglieder seien politisch aber gar nicht gewollt, machte Bernd Sievert (SPD) deutlich. Denn bei einer Verkleinerung des Rates bestehe die Gefahr, dass kleinere Parteien und kleinere Ortschaften nicht mehr vertreten wären. Joachim Müller (CDU) nutzte die Gelegenheit zu einem Appell an die Bürger: „Lassen Sie sich für die Gemeinderatswahlen aufstellen, damit wir genügend Ratsmitglieder haben.“

Was in diesem Jahr noch so alles in der Samtgemeinde Tarmstedt passiert, steht im Haushalt 2020, den der Samtgemeinderat nach minimaler Diskussion einstimmig verabschiedete. 7,7 Millionen Euro will die Samtgemeinde Tarmstedt in diesem Jahr investieren – das meiste in die Erweiterung der KGS-Oberstufe, aber auch in die Abwasserreinigung und andere Projekte, beispielsweise die Asphaltierung des Grünsammelplatzes in Tarmstedt. Für alle diese Vorhaben ist eine Kreditaufnahme von rund 610 000 Euro eingeplant, womit der Schuldenstand bis Ende 2020 auf rund 2,5 Millionen Euro ansteigen werde. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt demnach von derzeit 211 auf rund 250 Euro.

Während die geplanten Investitionen also finanziert sind, sah es mit den laufenden Ausgaben der Samtgemeinde Tarmstedt zunächst nicht ganz so rosig aus. Bei der Aufstellung des Haushaltsentwurfs hat die Kämmerei festgestellt, dass die eingeplanten Ausgaben die zur Verfügung stehenden Einnahmen um rund 800 000 Euro überschreiten würden. Einer der Gründe für das drohende Loch im Haushalt sind die gestiegenen „Sach- und Dienstaufwendungen“, die sich wegen der Empfehlungen der Fachausschüsse gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent erhöht hätten – von 2,8 auf rund 3,8 Millionen Euro. Die Kämmerei hat aber eine zehnprozentige Kürzung aller Posten durchgesetzt, die 1000 Euro überschreiten, sodass das Defizit schließlich auf genehmigungsfähige 460 000 Euro gesenkt wurde.

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