Kirchtimke und Hepstedt am 20. Juni dran Samtgemeinde öffnet alle drei Freibäder

Die Freibäder in Kirchtimke und Hepstedt gehen am 20. Juni an den Start, Wilstedt folgt am 27. Juni. Die Zahl der Besucher wird auf 100 bis 150 begrenzt.
05.06.2020, 19:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg

Tarmstedt. Die Samtgemeinde Tarmstedt wird noch im Juni ihre drei Freibäder öffnen. Als erste gehen am Sonnabend, 20. Juni, die Bäder in Kirchtimke und Hepstedt an den Start, eine Woche später, am 27. Juni, öffnet auch das Heidebad in Wilstedt. Die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig in den Bädern aufhalten dürfen, stehe noch nicht exakt fest, sie werde auf jeweils 100 bis 150 begrenzt. Das gab Verwaltungschef Frank Holle am Freitag nach einem Treffen mit Vertretern der drei Schwimmbad-Fördervereine bekannt.

Um die üblichen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, würden Ein- und Ausgänge voneinander abgeschottet. Außerdem würden improvisierte Umkleidemöglichkeiten im Freien geschaffen, wo dies notwendig sei. Die Toiletten müssten ständig desinfiziert werden, ebenso Handläufe und andere Dinge, die die Menschen anfassten. Für Sitzbänke würde das auch gelten. Weil das zu aufwendig sei, würden sie entweder gesperrt oder gar nicht erst aufgestellt. Die Babybecken sind gesperrt, Rutschen ebenfalls, und Matten, Tauchringe und Plastikspielsachen werden auch nicht ausgegeben. Benutzt werden dürften hingegen Spielgeräte wie Schaukeln. Das Ummelcafé in Hepstedt und der Kiosk im Wilstedter Bad würden geöffnet. Das Sprungbrett im Timkebad, das einzige in der Samtgemeinde, darf genutzt werden. „Die Hygienepläne haben wir dem Gesundheitsamt vorgelegt, wir können starten“, so Holle. Um leichter den Überblick über die Besucher zu bekommen – und mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können – dürfen in Kirchtimke nur Inhaber von Jahreskarten ins Bad. „Wir haben dann alle Daten“, so Oliver Moje vom Timkebad-Förderverein. „Die Jahreskarten geben die Besucher am Eingang ab und nehmen sie wieder mit, wenn sie gehen.“ Erhältlich seien sie bis zum Eröffnungswochenende mit einem Nachlass von zehn Prozent und danach zum regulären Preis. Sie berechtigen nicht zum Eintritt in die Bäder in Wilstedt und Hepstedt, wo es weiterhin Tageskarten geben soll, wie es von den dortigen Fördervereinsvorsitzenden Günther Nase und Peter Breitsprecher heißt.

Samtgemeinde und Fördervereine hoffen, dass sich der Betrieb so einpendelt, dass niemand am Eingang wegen Überfüllung abgewiesen werden muss. „Ausschließen kann man das natürlich nicht“, sagt Frank Holle, „das muss allen bewusst sein.“ Unklar ist derzeit noch, wie Badegäste an schönen Tagen, wenn der Andrang besonders groß ist, dazu bewegt werden können, nach einigen Stunden Platz für andere Schwimmer zu machen. „Auch das gehört zu den Dingen, die wir nach dem Start beobachten werden“, so Holle.

Für Wilstedt wird derzeit noch eine weitere „Reinigungskassenkraft“ gesucht. Auf die Ausschreibung der Samtgemeinde für eine Mitarbeiterin, die nach dem Kassendienst noch Putz- und Desinfektionsarbeiten im Heidebad erledigen soll, hat sich bislang niemand gemeldet.

Dass nun alle drei Bäder der Samtgemeinde geöffnet werden, ist auch auf das Engagement der Fördervereine zurückzuführen. Noch vor zwei Wochen hatte Verwaltungschef Holle unserer Zeitung gesagt: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir Mitte Juni eines der drei Bäder öffnen.“ Daraufhin haben die drei Fördervereine einen gemeinsamen Brief verfasst, in dem sie unter anderem auf die Folgen hinwiesen, falls die Freibäder gar nicht geöffnet würden. Dann nämlich würden womöglich vermehrt illegale Badeseen und Baggerseen ohne Badeaufsicht aufgesucht, was auch die Verbreitung des Coronavirus fördern könnte. Zudem haben die Fördervereine ausdrücklich personelle und auch finanzielle Unterstützung angeboten.

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