Verängstigt und ausgehungert Ausgesetzte Hühner im Wald gefunden

Fünf ausgesetzte Hühner haben Lisa Bädecker und ihr Partner Daniel Kötter bei einem Waldspaziergang am Karfreitag bei der Tarmstedter Kiesgrube entdeckt. Die Tiere sahen zerrupft und ausgehungert aus.
06.04.2021, 15:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Johannes Heeg

Tarmstedt. Zerrupft und ausgehungert sahen sie aus, die fünf Hühner, die Lisa Bädecker und ihr Partner Daniel Kötter bei einem Waldspaziergang am Karfreitag bei der Tarmstedter Kiesgrube entdeckt haben. Zusammen mit anderen Spaziergängern haben sie die völlig verängstigten Tiere in einer mehrstündigen Aktion eingefangen und zum Tierarzt gebracht, berichten sie. „Zum Glück hatten wir Hühnerfutter im Auto“, so Bädecker. Der Veterinär habe aufgrund des schlechten Zustands des Gefieders eine schlechte Haltung bescheinigt. Weil die Hühner nicht beringt seien, sei die Herkunft nicht zurückzuverfolgen. „Immerhin hat der Tierarzt keine ansteckenden Krankheiten festgestellt, sodass wir sie mit nach Hause nach Neu St. Jürgen genommen haben“, so die Projektmanagerin. Dort halte sie bereits sieben Hühner, nun hätten die Neuankömmlinge nach der Quarantäne „eine Chance auf ein glückliches Leben“. Sie hoffe, dass sich der rechtmäßige Besitzer alsbald melde. Nach Bädeckers Beobachtungen komme es im Landkreis aktuell vermehrt zum Aussetzen von Hühnern, insbesondere von Hähnen. Sven Peters, Vorsitzender des Tierschutzvereins Lilienthal, Worpswede und Grasberg, kann das allerdings nicht bestätigen. „Es büxen schon mal Hühner aus, aber dass Leute Hühner aussetzen, habe ich in den letzten fünf Jahren hier nicht erlebt.“

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