Thema im Rotenburger Kreistag

Finanzspritze für die Ausstellung

Wie im vorigen Jahr hat die Tarmstedter Ausstellungs-GmbH beim Landkreis einen Zuschuss beantragt, um wirtschaftlich zu überleben, diesmal geht es um 290.500 Euro.
27.09.2021, 19:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg

Landkreis Rotenburg. Um ein für Tarmstedt und die Region sehr wichtiges Thema, die Tarmstedter Ausstellung, geht es in der nächsten Kreistagssitzung am Mittwoch, 29. September, 9.30 Uhr, in der Aula des Ratsgymnasiums, Gerberstraße 14 in Rotenburg. Wie im vorigen Jahr hat die Ausstellungs-GmbH beim Landkreis einen Zuschuss beantragt, um wirtschaftlich zu überleben, diesmal geht es um 290.500 Euro. Für 2020 hatte der Landkreis 88.826 Euro locker gemacht.

Wie schon im Vorjahr musste die Landwirtschafts- und Verbraucherschau wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Durch die erneute Absage sei die Ausstellungs-GmbH wiederum unverschuldet in eine schwierige wirtschaftliche Lage geraten, heißt es von den Messe-Machern. Es sei viel Geld ausgegeben worden, "um eine genehmigungsreife Planung der Tarmstedter Ausstellung 2021 vornehmen zu können". Zudem seien weitere Arbeiten notwendig, um für 2022 eine Tarmstedter Ausstellung auf die Beine zu stellen. Dafür müssten die erfahrenen Mitarbeiter gehalten und möglichst voll eingesetzt werden, um die Planungen termin- und fachgerecht erledigen zu können.

Das Problem sei, dass die kommunale GmbH nicht vom „Rettungsschirm“ des Bundes profitieren könne, da die Hilfsprogramme und Fördermöglichkeiten nur für privatwirtschaftliche Unternehmen bereitstünden. Um die wirtschaftlichen Dimensionen der Veranstaltung deutlich zu machen, weist die Ausstellungs-GmbH darauf hin, dass sie mit der 71. Tarmstedter Ausstellung 2019 Umsatzerlöse in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro erzielt habe. Diese seien auch 2021 "fast komplett ausgefallen". Dafür seien erhebliche Kosten aufgelaufen für Umplanungen, Alternativplanungen, ein neues Online-Ticketing-System und ein 16-seitiges Hygienekonzept. Die Gemeinde Tarmstedt und die Samtgemeinde Tarmstedt werden die Ausstellungs-GmbH 2021 ebenfalls mit insgesamt 290.510 Euro unterstützen.

Massive Liquiditätsprobleme hat derzeit auch der Rettungsdienst. Grund ist laut Verwaltung ein Softwareproblem. Seit Januar werden die Rechnungen daher nicht mehr elektronisch an die Krankenkassen übermittelt, sondern müssen ausgedruckt an die Abrechnungszentren geliefert werden konnten.

Thema in der öffentlichen Sitzung ist auch die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Auf der Tagesordnung steht eine Eilentscheidung zum Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung. 

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