Tarmstedter Ausstellung

Messe-Macher planen weiter

Die Veranstalter der Tarmstedter Ausstellung hoffen weiterhin, dass die Agrarmesse im Juli möglich sein wird, und setzen ihre Planungen fort. Rückendeckung sicherte ihnen Landratskandidat Marco Prietz zu.
15.04.2021, 10:10
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Irene Niehaus
Messe-Macher planen weiter

Landratskandidat Marco Prietz (von links) besuchte die Verantwortlichen der Tarmstedter Ausstellung, die Prokuristin Julia Wöltjen und die Geschäftsführer Dirk Gieschen und Frank Holle. Mit dabei auch CDU-Bürgermeisterkandidat Markus Schwiering (hinten Mitte).

Irene Niehaus

Tarmstedt. Noch ist nicht wirklich absehbar, ob die Tarmstedter Ausstellung stattfinden wird, aber die Veranstalter hoffen weiterhin, dass die Agrarmesse in drei Monaten möglich sein wird. Sie sehen in ihrem umfassenden Konzept, in Corona-Schnelltests und im Impftempo bis Sommer gute Argumente, die Planungen für die Messe weiterzuverfolgen. Das sagten die Organisatoren bei einem Besuch des CDU-Landratskandidaten Marco Prietz in Tarmstedt. Für den Gast aus Bremervörde ging es eigentlich um Wahlkampf. Den Termin nutzten er und der christdemokratische Bürgermeisterkandidat für die Samtgemeinde Tarmstedt, Markus Schwiering, um vor der Presse die Bedeutung der landwirtschaftlichen Großveranstaltung als Wirtschaftsfaktor und Werbeträger in der Region herauszustellen.

Geht es nach den Organisatoren, wird die Landwirtschafts- und Verbraucherschau wie gewohnt über vier Tage, vom 9. bis 12. Juli, als Freilandveranstaltung stattfinden. „Wir haben mit unserem Gelände dafür die bestmöglichen Voraussetzungen“, betonte Geschäftsführer Dirk Gieschen. Er und Marco Prietz hoben hervor, dass die Tarmstedter Ausstellung ihre Wirtschaftsförderungsfunktion für „die gesamte Region“ wahrnehme. Viele Branchen profitierten von der Messe. Ein erneuter Ausfall würde ihnen sehr schaden. „Wir wollen nicht nur Zeichen setzen, sondern etwas machen. Absagen wäre zu einfach“, so Gieschen.

Durch das Coronavirus verharrten die Veranstalter der Tarmstedter Ausstellung derzeit in der Warteschleife, sagte Mitgeschäftsführer Frank Holle. Klarheit habe dagegen im April vergangenen Jahres geherrscht. Damals hatte die Bundesregierung ein bundesweites Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August ausgesprochen. „Wir planen weiter, bis jemand sagt, eine Veranstaltung dieser Größenordnung geht nicht. Wenn wir wieder dürfen, wollen wir was anbieten.“ Mehr wissen die Organisatoren wohl erst ab kommendem Montag, denn die aktuellen Corona-Regeln gelten bis zum 18. April auch für Veranstaltungen.

Rückendeckung für die Messe-Planungen sicherten Marco Prietz und Markus Schwiering zu. Die Tarmstedter Ausstellungs-GmbH sei bislang immer mutig gewesen und habe sich stets an neue Bedingungen angepasst, so Schwiering, „auch wenn es nicht einfach ist und kostet“. Prietz und Frank Holle erinnerten zudem daran, dass der Landkreis Rotenburg zur Abfederung der Corona-Folgen im letzten Jahr die Ausstellungs-GmbH mit einem Zuschuss von 89.000 Euro unterstützt hatte. Die Summe entsprach in etwa dem Betrag, mit dem auch die Samtgemeinde Tarmstedt und die Gemeinde Tarmstedt dem Veranstalter der Landwirtschafts- und Verbrauchermesse unter die Arme griffen.

Für Marco Prietz war der Besuch auf dem Tarmstedter Messegelände nicht der einzige Termin an diesem Tag. Im Anschluss traf er sich mit Vorwerkern zu einem Gespräch über die geplanten Windkraftanlagen im Nachbarkreis Verden. Wahlkampftermine im Kreis Rotenburg nimmt der 32-jährige Verwaltungsbetriebswirt, der in der Kreisverwaltung des Landkreises Osterholz arbeitet, nachmittags oder abends wahr. Dann besucht er Betriebe, Vereine, Verbände, soziale oder medizinische Einrichtungen, die Gesprächsrunden seien dabei aber relativ klein, so Prietz. Das werde er in dieser Form die nächsten Monate fortsetzen, für den August plane er eine längere und jeweils ganztägige Sommertour über mehrere Wochen, wofür er sich Urlaub nehme wolle. „Ansonsten hoffe ich, dass im Spätsommer auch mal wieder Abendveranstaltungen möglich sind mit mehr als einer Handvoll Leuten. Da bin ich eigentlich ganz optimistisch“, sagt Prietz. Aktuell biete er regelmäßig Sprechstunden telefonisch und online, was sehr gut angenommen werde. Auch fänden Videokonferenzen statt oder er beantworte Bürgeranfragen über die sozialen Medien sowie per E-Mail. „Insgesamt ist es möglich, trotz Corona die Zeit bis zur Wahl zu nutzen, um sich gut zu informieren und gleichzeitig auch bei möglichst vielen Menschen vorzustellen.“ In ein paar Tagen erwarten seine Frau und er ihr zweites Kind, dann wolle er noch ein wenig Elternzeit nehmen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+