Tarmstedter SPD

Sievert nun offiziell Bürgermeister-Kandidat

Bernd Sievert soll am 12. September 2021 zum Bürgermeister der Samtgemeinde Tarmstedt gewählt werden. Das wünscht sich der Tarmstedter SPD-Ortsverein, der den früheren Berufssoldaten jetzt nominiert hat.
01.10.2020, 16:17
Lesedauer: 3 Min
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Von Johannes Heeg

Tarmstedt. Nun steht er also fest, der Wahltermin für die Kommunalwahl im kommenden Jahr, der SPD-Kreisvorsitzende Klaus Manal hat ihn am Mittwoch im „Tarmstedter Hof“ bekannt gegeben: Es wird der 12. September 2021 sein. Ein Sonntag, an dem die Wähler auch entscheiden, wer Bürgermeister der Samtgemeinde Tarmstedt wird. Auf dem Weg zum Chefsessel im Tarmstedter Rathaus ist Bernd Sievert nun ein Stück weiter gekommen, der 56-jährige Tarmstedter ist von seinem Ortsverein einstimmig als Kandidat nominiert worden. Mitbewerber gab es nicht.

„Du bist mit 100 Prozent der Stimmen gewählt worden“, verkündete Wahlleiter Günther Nase nach Auszählung der 15 Stimmzettel. Das entsprach der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Genossen. Kurz vor dem Wahlgang hatte Nase noch von 13 Stimmberechtigten gesprochen, doch dann trudelte gerade noch rechtzeitig Sieverts Sohn Henning ein. Zudem war dem Vorsitzenden Dirk Gröffel noch aufgefallen, dass er sich zwar in die Corona-Liste am Einlass eingetragen hatte, nicht aber in die Wahlliste. Dass von den gut 50 Mitgliedern des Ortsvereins nicht mal ein Drittel erschienen waren, war für die Vorsitzende Sylvia Best kein Grund zur Besorgnis: „Einige haben sich wegen Krankheit oder Urlaub abgemeldet.“

Zu Beginn des Abends hatte Bernd Wölbern, der Chef der SPD-Kreistagsfraktion, ein Loblied auf Sievert angestimmt. Dieser sei zielstrebig und verlässlich: „Du lässt nicht locker, wenn Du ein Ziel erreichen willst“, so Wölbern. Dies zeige sich auch jetzt wieder, indem er sich nach der knapp verlorenen Bürgermeisterwahl 2014 eben nicht habe entmutigen lassen. Sievert sei „verdammt gut vernetzt“ und in vielen Bereichen aktiv, beispielsweise als Vorsitzender des TuS Tarmstedt. Stets habe er das Wohl der Bürger und Wähler im Blick, nicht sein eigenes. „So einen Bürgermeister wünscht sich jeder“, sagte Wölbern. Der SPD-Kreisvorsitzende Klaus Manal erinnerte daran, dass Sievert „2014 ein geiles Ergebnis“ erzielt habe, mit gerade mal 400 Stimmen weniger als der Amtsinhaber.

Die warmen Worte rührten Sievert sichtlich, den Tränen nahe bedankte er sich: „Am liebsten würde ich euch umarmen, wenn Corona nicht wäre.“ Dann erinnerte er daran, wie der damalige Volleyball-Spartenleiter Jan Timmer ihn als 17-Jährigen zum Trainer der Jungenmannschaft gemacht habe. An dieser Aufgabe sei er gewachsen, und als Spielertrainer einer Landesligamannschaft habe er gelernt, dass man von den Spielern nicht mehr verlangen dürfe, als man selbst zu geben bereit sei.

Dabei und im Job als Berufssoldat im Umgang mit den zivilen Angestellten hätten sich seine Führungsqualitäten geformt: „Da geht nichts mit Befehl und Gehorsam, da muss man Argumente finden.“ So wolle er es auch als Rathauschef halten, schließlich brauche die Samtgemeinde qualifiziertes und motiviertes Personal. Das Ehrenamt wolle er stärken, und dafür wolle er „auch Geld in die Hand nehmen“. Gerade die freiwilligen Feuerwehren und das Rote Kreuz verdienten jede Unterstützung, da dürfe an der Ausrüstung nicht gespart werden. Passend zur aktuellen Spendenaktion des Tarmstedter DRK für eine neue mobile Wachstation hatte Sievert ein Wohnmobilmodell mitgebracht, das er zur Spendenbox umfunktioniert hatte. Auf Anfrage sagte er, dass er auch im Falle seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister Vorsitzender des TuS Tarmstedt bleiben wolle. „Wir haben einen guten Vorstand“, sagte er.

Am Ende des offiziellen Teils machte Parteichefin Sylvia Best deutlich, warum Sievert in ihren Augen der richtige Mann für den Chefposten im Rathaus ist. Sie habe ihn „immer als bodenständig erlebt“, er sei kommunikativ und habe große Lust, die Samtgemeinde weiter zu entwickeln, und es sei ihm wichtig, was die Menschen wollen und denken. Nachholbedarf gebe es bei der Wirtschaftsförderung, bei der Mobilität und beim Klimaschutz. „Zusammen packen wir das“, sagte sie.

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