Gemeinderat Vorwerk vertagt Entscheidung Keine Einigung übers Osterfeuer

In der Gemeinde Vorwerk ist einstwweilen unklar, ob in diesem Jahr wieder Osterfeuer erlaubt werden sollen. Der Gemeinderat hat eine Entscheidung darüber vertagt.
04.02.2022, 21:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Johannes Kessels

Vorwerk. „Osterfeuer“ lautete der Tagesordnungspunkt 8 bei der Sitzung des Vorwerker Gemeinderats im Dorfgemeinschaftshaus von Dipshorn. Diskutiert wurde aber ziemlich lange über Weihnachtsbäume. Ob in diesem Jahr wieder Osterfeuer erlaubt werden sollen, wurde dagegen nicht entschieden.

Wenn die Corona-Lage es zulasse, könnten am Karsonnabend, 16. April, und Ostersonntag, 17. April, an den drei gewohnten Plätzen wieder Osterfeuer stattfinden, sagte Bürgermeister Jens Frömmrich – in Buchholz Zum Moor, in Dipshorn Zum Knicken und in Vorwerk am Feldweg in Richtung Bülstedt. Das müsse die Gemeinde rechtzeitig bekanntgeben, damit die Bürger wüssten, ob sie dort Holz abladen können. Dabei gebe es aber einen Haken: „Wenn wir dann doch noch absagen müssen, steht die Gemeinde mit dem Holz da.“ Deshalb schlug er vor, schon jetzt zu beschließen, dass es keine Osterfeuer gibt. Das sah Wohler Jagels genauso. Auch bei den Feuerwehren, die die Osterfeuer bewachen, könnten Auflagen kommen, dass nur noch die nötigsten Dienste zugelassen würden.

Andreas Lenz dagegen meinte, es wäre schade, diese Tradition auslaufen zu lassen. Der Rat  solle lieber noch nicht abstimmen, zumal in Vorwerk noch die Büsche beschnitten werden müssten. Das brachte den Gemeinderat auf die alten Weihnachtsbäume, die teils zu einem Landwirt in Tarmstedt gebracht und dort geshreddert werden, teils beim Osterfeuer verbrannt werden. Die Art des Einsammelns sollte überdacht werden, meinte der Bürgermeister, dem es nicht gefällt, dass monatelang auf den Osterfeuerplätzen Weihnachtsbäume liegen.

Nach einer Erörterung österlicher Bräuche und der Feststellung, dass nicht die Feuerwehr die Osterfeuer veranstaltet, sondern Vereine oder Privatpersonen, schlug schließlich auch Bürgermeister Frömmrich vor, den Beschluss zu vertagen. Wenn die nächste Ratssitzung früh genug vor Ostern stattfindet, soll dort erneut beraten werden, sonst wird im Umlaufverfahren per E-Mail abgestimmt.

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