Seit zehn Jahren im Amt

Zu viel Bürokratie: Vorwerks Bürgermeister Müller will aufhören

Vorwerks Bürgermeister Thomas Müller will sich im Herbst komplett aus der Kommunalpolitik zurückziehen. Grund: Zu viel Bürokratie.
30.04.2021, 16:54
Lesedauer: 1 Min
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Von Johannes Heeg

Vorwerk. Die Gemeinde Vorwerk muss sich einen neuen Bürgermeister suchen. Amtsinhaber Thomas Müller will sich im Herbst komplett aus der Kommunalpolitik zurückziehen, das hat der 50-Jährige am Donnerstagabend im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung bekannt gegeben. Die Gründe fasst er auf Anfrage so zusammen: „Zu viel Bürokratie im Betrieb und zu viel Bürokratie bei der Gemeinde.“ Er wolle sich künftig mehr um seinen landwirtschaftlichen Betrieb kümmern, mit seiner Familie bewirtschaftet er 220 Hektar Ackerfläche, außerdem betreibt er eine Schweinemast.

Müller wird weder bei der Gemeindewahl antreten noch zur Wahl des Samtgemeinderats, dem er seit zehn Jahren angehört. In den Vorwerker Gemeinderat wurde Müller vor 15 Jahren gewählt. Die ersten fünf Jahre war er stellvertretender Bürgermeister, seit 2011 ist er ehrenamtlicher Bürgermeister. Möglicherweise werde seine Familie aber auch künftig im Rat vertreten sein, denn seine Tochter Celina (21) wolle bei der Kommunalwahl antreten. Auch seine Vorfahren haben sich kommunalpolitisch engagiert: Sein Vater war stellvertretender Bürgermeister, sein Großvater ebenfalls. „Und mein Urgroßvater war Bürgermeister“, sagt Müller. Im Vorwerker Gemeinderat gibt es keine Fraktionen, sondern drei Wählergemeinschaften, die aus Bewerbern aus den Ortsteilen Dipshorn, Buchholz und Vorwerk bestehen.

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