Ferienspaß in Westertimke Schnupperflüge diesmal ohne "Schäfchenwolken"

Schönes Wetter mit außergewöhnlich hohen Temperaturen ist keine besonders gute Voraussetzung fürs Segelfliegen. Das haben einige Kinder jetzt beim Ferienspaß in Westertimke gelernt.
26.07.2022, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg

Westertimke. Die sechs Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren, die sich zum Segelflug-Schnuppertag von “Natürlich Wilstedt“ auf dem Segelfluggelände Westertimke eingefunden hatten, haben bei diesem Ferienspaß auch einiges gelernt. Zum Beispiel, dass schönes Wetter – Fachleute sprechen von Hochdruckwetterlage – mit außergewöhnlich hohen Temperaturen keine besonders gute Voraussetzung fürs Segelfliegen ist. "Die Temperatur von nahezu 30 Grad schon um 10 Uhr verhinderte zunächst, dass sich warme Aufwinde bilden konnten, die es den Segelflugzeugen erlauben, auch länger in der Luft zu bleiben", erklärt der Ehrenvorsitzende Rolf Struckmeyer.

Bei ohnehin hohen Temperaturen setze die Thermik meistens erst später ein, und dann sei es im Cockpit oftmals unerträglich heiß. Aus diesem Grund stellten die Segelflieger den geplanten Ablauf einfach um und positionierten die Gastflüge für die Kinder dieses Mal an den Anfang der Veranstaltung. "So konnten die Kinder bei noch erträglichen Temperaturen bis zu zehn Minuten fliegen", berichtet der Wilstedter. Bis zum Mittag bildeten sich wegen der trockenen und heißen Luft auch keine der sogenannten Schäfchenwolken, die den Segelfliegern in der Regel Aufwindfelder anzeigen und längere Flüge erlauben. Der Himmel blieb strahlend blau.

Immerhin habe man den Kindern an diesem Tag ein "Hineinschnuppern" in den Segelflugsport ermöglichen können. Bei den Gastflügen in den doppelsitzigen Segelflugzeugen des Vereins zeigten sich die Schüler besonders beeindruckt von der Vogelperspektive auf die Orte der Samtgemeinde Tarmstedt. Schnell seien die bekannten Schulgebäude und zum Teil auch die Wohnhäuser aus der Luft entdeckt worden.

Nach den Flügen gab es noch ein kleines Informationsprogramm. Dabei erfuhren die Kinder und Jugendlichen einiges über die Ausbildung zum Segelflugzeugführer, über die verschiedenen Segelflugzeuge, Motorsegler, Schleppwinden, Trecker zum Zurückholen der Flugzeuge und zum Zurückholen der Seile, über den Startbus bis hin zum Spezialanhänger für Segelflugzeuge. Auch haben sie gesehen, dass die Piloten vor dem Start Wetterinformationen aus dem Internet abrufen und einen Fallschirm anlegen. Und sie haben allerlei über die Ausbildung erfahren, die ein Segelflugzeugführer durchlaufen muss. "Damit kann man schon mit 14 Jahren beginnen", so Struckmeyer. Und schon mit 17 könne der Luftfahrerschein für Segelflugzeuge erworben werden.

Weitere Informationen zum Segelflugsport gibt es beim Tag der offenen Tür am 4. September ab 10.30 Uhr auf dem Vereinsgelände der Airbus Segelfluggemeinschaft Bremen zwischen Westertimke und Hepstedt. Internet: www.sfg-bremen.de.

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