Infektionshäufung im Kreis Rotenburg

Tarmstedt: Schulklassen unter Quarantäne

14 neue Corona-Fälle meldet das Gesundheitsamt seit Montag, davon allein sieben aus der Samtgemeinde Tarmstedt. Zehn der Neuinfektionen stehen im Zusammenhang mit einer Christengemeinde in Westertimke.
23.09.2020, 17:20
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Von Johannes Heeg
Tarmstedt: Schulklassen unter Quarantäne

Im Raum Tarmstedt hat es eine Häufung von Corona-Infektionen gegeben. (Symbolfoto)

Stefan Sauer/dpa

Tarmstedt. Im Landkreis Rotenburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen sprunghaft gestiegen. 14 neue Corona-Fälle meldet das Gesundheitsamt seit Montag, davon allein sieben aus der Samtgemeinde Tarmstedt. Zehn der Neuinfektionen stehen im Zusammenhang mit einer Christengemeinde, die im Gewerbegebiet von Westertimke ansässig ist. Derzeit seien im Zusammenhang mit diesem Cluster 21 Personen positiv getestet, heißt es vom Landkreis, sie verteilten sich auf die Samtgemeinden Tarmstedt, Selsingen und Zeven. 50 Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne.

Diese Zahl werde sich noch erhöhen, da weitere Kontaktpersonen aus Schulklassen ermittelt wurden. Im Zusammenhang mit diesem Cluster wurden bislang fünf Schüler positiv getestet: zwei in der KGS Tarmstedt (Klassen 5b und 9a), einer an der Grundschule Tarmstedt (Klasse 4a), zwei in der Grundschule Rhade (Klassen 3 und 4) sowie einer an der BBS Zeven (Klasse B1YPAA). Die Mitschüler aus diesen Klassen stehen ebenfalls unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt nehme mit den betroffenen Personen Kontakt auf und mache Abstriche. Für alle Schüler der genannten Schulen, die nicht in einer der betroffenen Klassen sind oder vom Gesundheitsamt anderweitig informiert wurden, gelte weiterhin die Schulpflicht.

Das Ansteckungsgeschehen im Zusammenhang mit der Westertimker Christengemeinschaft gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit auf mehrere Gottesdienste von längerer Dauer zurück, bei denen die Teilnehmer auch gesungen haben, so der Landkreis. Um eine solche Verbreitung des Virus in Zukunft zu vermeiden, weist das Gesundheitsamt noch einmal eindringlich auf das Einhalten von Hygieneregeln hin, auf eine gewissenhafte Erfassung von Kontaktdaten bei Versammlungen und Veranstaltungen sowie auf die Bedeutung einer engen Kooperation mit dem Gesundheitsamt bei Bekanntwerden von Infektionen. Die rasche Aufklärung des Sachverhalts diene der schnelleren Unterbrechung von Infektionsketten.

Die Zahl der Infizierten ist auf 242 Fälle gestiegen, 210 davon sind mittlerweile wieder genesen, zwei Personen sind verstorben. Damit gibt es aktuell 30 Infizierte, von denen keiner im Krankenhaus sei. Zurzeit befinden sich 160 Personen in Quarantäne.

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