Spenden für Amani-Kinderdörfer in Tansania Konfirmanden helfen Waisen

Bei ihrem jüngsten Besuch in den Amani-Kinderdörfern in Tansania hatte Judy Eule eine Spende der Konfirmandinnen und Konfirmanden der Kirchengemeinde Wilstedt/Tarmstedt im Gepäck.
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Von Johannes Heeg

Wilstedt/Tarmstedt. Bei ihrem jüngsten Besuch in den Amani-Kinderdörfern in Tansania hatte Judy Eule eine Spende der Konfirmandinnen und Konfirmanden der Kirchengemeinde Wilstedt/Tarmstedt im Gepäck. Das Geld stammt aus der Kollekte der Konfirmationsgottesdienste, und die Spendenaktion sei „mit Applaus begrüßt“ worden, wie die Vorwerkerin in einem Dankesbrief an die Jugendlichen schreibt. Mit der Spende würden Bücher und das bevorstehende Neujahrsfest mitfinanziert.

Judy Eule und ihr Mann Georg engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich für den Verein Amani Kinderdorf und dessen Projekte in Ostafrika. In den Amani-Kinderdörfern leben Aids-Waisen. Etwa acht Prozent der Bevölkerung in Tansania seien mit dem HIV-Virus infiziert. Der Verein Amani (das heißt in der Landessprache Kisuaheli Frieden) gebe vielen Waisen im Süden Tansanias in zwei Kinderdörfern ein familienähnliches Zuhause in traditionellen Strukturen und mit geregeltem Alltag. Die kleineren Kinder gehen in den eigenen Kindergarten, die älteren besuchen Schulen und Internate in der Umgebung. Auch später beim Studium oder bei der Ausbildung bekämen die Jugendlichen Hilfe, erzählt Judy Eule.

In Tansania herrschte von März bis Juni ein strenger Lockdown. Die Kinder mussten die Amani-Dörfer verlassen und bei Verwandten unterkommen. Als sie zurückgekehrt seien, hätten viele von ihnen Hunger gehabt und die meisten kaum noch brauchbare Kleidung und Schuhe getragen. Inzwischen sei der Alltag wieder eingekehrt, und Tansania sei seitdem coronafrei geblieben.

In Tansania werde viel über Corona geredet, insbesondere mit Ausländern. „Alle zeigten sich gut informiert, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern nicht so schlimm betroffen ist“, berichtet Judy Eule. Dass Tansania im Gegensatz zum heftig betroffenen Nachbarn Kenia bisher von Corona größtenteils verschont geblieben sei, führten viele im Land einerseits auf das gemeinsame Beten zu Gott und Allah zurück, andererseits aber auf das niedrige Durchschnittsalter der Bevölkerung, das Einhalten der Hygieneregeln und darauf, dass die Menschen dort tagtäglich mit derart vielen Keimen in Kontakt kämen, dass ihre Abwehrsysteme mit Covid-19 leicht fertig würden.

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