Tierheim Kater Gismo liebt das Schmusen

Stuhr. Bunt gemischt - das sind die Tiere im Tierheim 'Arche Noah'. Der orangefarbene Kater Gismo zum Beispiel ist sehr verschmust, der Husky Jonas mit dem grau-weißen Fell braucht seine Freiheit - und die grellen Kanarienvögel schätzen die Geselligkeit.
13.08.2010, 05:51
Lesedauer: 3 Min
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Von constanze wüstefeld

Stuhr. Bunt gemischt - das sind die Tiere im Tierheim 'Arche Noah'. Der orangefarbene Kater Gismo zum Beispiel ist sehr verschmust, der Husky Jonas mit dem grau-weißen Fell braucht seine Freiheit - und die grellen Kanarienvögel schätzen die Geselligkeit.

Kater Gismo weiß, was gut für ihn ist. Schmusen zum Beispiel. 'Gismo ist schon zutraulich', so die Tierpflegerin Monique Gawronski, 'wir kommen hier gar nicht zum Saubermachen.' Und von einem schmusebedürftigen Kater lassen sich die Tierpfleger gerne einmal ablenken. Doch Gismo liebt nicht nur das Schmusen. 'Er ist ein Fundkater, deshalb gehen wir davon aus, dass er auch gerne im Freien herumläuft', so die Tierpflegerin. 'Hauskatzen werden meist nicht draußen gefunden.'

Dass Gismo auch gern mal Zeit für sich im Freien verbringt, heißt jedoch nicht, dass er ein eigenwilliger Kater ist: 'Er ist eigentlich nie sauer und kratzt auch nicht. Und durch seine Schmusebereitschaft ist er gut für Kinder geeignet.' Und sein rötliches Fell sorge zudem für ein gutes Aussehen. Doch auch Narben machen ja bekanntlich attraktiv: 'Als Gismo Ende Juli zu uns gekommen ist, hatte er ein paar Bisswunden, wahrscheinlich von einer anderen Katze. Die sind jetzt zwar fast abgeheilt, aber wir konnten ihn deswegen noch nicht impfen.' Ansonsten gehe es dem Kater aber einwandfrei, mittlerweile trägt er auch einen registrierten Chip am Hals.

Jonas ist noch ungestüm

Der Husky Jonas hat keine Narben. Er sieht auch ohne sie gut aus - durch sein gräulich-weißes Fell und die wachsamen Augen. Die Wachsamkeit hat er wohl vor allem seinen früheren Besitzern zu verdanken, die den kastrierten Hund an einer Leine um das Grundstück laufen ließen, um es zu bewachen. 'Das ist in seiner Heimat im Spreewald häufig vorgekommen. Aufgrund von Beschwerden haben wir Jonas zu uns geholt', erklärt Tierpfleger Sascha Diephaus. Durch die lange Zeit an der Leine habe er jedoch die prägsame Phase verpasst, weshalb er noch etwas ungestüm sei: 'Wir haben ihn schon einmal an ein älteres Ehepaar vermittelt, allerdings wollten die nicht noch einmal einen Hund erziehen.' Und Erziehung benötige der Huskie noch, auch im Umgang mit Frauen. 'Denen erweist er noch keinen Respekt', meint der Tierpfleger und grinst. Dennoch sei Jonas nicht aggressiv, weder Menschen noch anderen Hunden gegenüber: 'Jonas verträgt sich gut mit anderen Hunden, kann also auch als Zweithund gehalten werden.'

Kanarienvögel lieben Gesellschaft

Mindestens zu zweit sollten auch die beiden Kanarienvögel gehalten werden, die derzeit in der Arche Noah ein Zuhause gefunden haben. 'Sie sind erst seit gut drei Wochen hier, deshalb haben wir uns noch keine Namen überlegt', erzählt Olla Färber, die sich um die kleinen Flattermänner kümmert. Das ändert aber nichts daran, dass sie beide sehr munter und lebhaft sind: 'Sie unterhalten sich schon ganz gut', freut sich Färber, 'bald stecken wir sie zusammen in ein Voliere.'

Das sei momentan noch nicht möglich, weil der Kanarienvogel mit dem gelben Gefieder noch eine kleine Verletzung mit sich herumträgt: 'Er kann momentan noch nicht fliegen, weil seine Schulter beschädigt ist. Da er draußen gefunden wurde, gehen wir davon aus, dass ihn eine Katze verletzt hat.' Mittlerweile übe er sich aber wieder im Fliegen, was ein sicheres Zeichen dafür sei, dass er bald wieder gesunde. Seinen Mitstreiter im orangefarbenen Federkleid freut es: Er sucht auch durch die Gitterstäbe hinweg eifrig den Kontakt zu seinem Artgenossen. 'Gesellschaft ist für die Kanarienvögel sehr wichtig', erklärt Färber das Verhalten.

Wer Interesse hat, einem Tier ein neues Heim zu geben, sollte mit den Mitarbeitern des Tierheims Arche Noah, Rodendamm 10 in Stuhr-Brinkum, Kontakt aufnehmen. Telefonisch ist die Arche Noah von montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter 0421/890171 zu erreichen. Weitere Informationen zu den Tieren im Heim gibt es außerdem dienstags, mittwochs, freitags und sonnabends von 15 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr direkt vor Ort am Rodendamm. Dann ist auch eine erste Kontaktaufnahme mit dem eventuellen neuen Mitbewohner möglich.

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