Eltern an der Grundschule Seckenhausen beklagen Schmutz Kies für 12000 Euro soll weg

Stuhr-Seckenhausen. Manchmal merkt man erst im Nachhinein, dass eine Idee vielleicht doch nicht die beste gewesen ist. So muss es auch einigen Eltern der Grundschule Seckenhausen gegangenen sein, als ihre Kinder nach dem Spielen im Fallschutzkies auf dem Schulhof immer wieder verschmutzt nach Hause kamen. Am Dienstagabend forderten sie im Schulausschuss deshalb den Austausch des Materials. Das Problem: Der Kies wurde erst vor einem Jahr angeschafft - auch auf Wunsch der Eltern. Kosten: 12000 Euro.
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Von Claudia Gilbers

Stuhr-Seckenhausen. Manchmal merkt man erst im Nachhinein, dass eine Idee vielleicht doch nicht die beste gewesen ist. So muss es auch einigen Eltern der Grundschule Seckenhausen gegangenen sein, als ihre Kinder nach dem Spielen im Fallschutzkies auf dem Schulhof immer wieder verschmutzt nach Hause kamen. Am Dienstagabend forderten sie im Schulausschuss deshalb den Austausch des Materials. Das Problem: Der Kies wurde erst vor einem Jahr angeschafft - auch auf Wunsch der Eltern. Kosten: 12000 Euro.

'Der Kies ist ungeeignet für die Fläche. Die Kleidung der Kinder leidet darunter', sagte Olaf Herms vom Elternrat im Ausschuss. Zahlreiche Eltern hatten ihn begleitet und den 'Kies des Anstoßes' auch mitgebracht, damit die Politiker sich selbst ein Bild machen konnten. Eine Mutter zeigte zudem ein Paar Kinderschuhe herum, die ihrer Meinung nach durch den Kies bereits übermäßig abgenutzt seien. Auch Schulleiterin Angela Barkemeyer pflichtete den Eltern bei. 'Das Auffüllen mit Sand wäre das Vernünftigste', sagte sie. Das Problem am Kies sei, dass er Kalk enthalte.

Im Sommer 2009 hatte man sich über den Kies noch gefreut. Er wurde - auch nach Abstimmung mit Eltern und Schule - von der Gemeinde für eine 500 Quadratmeter große Fläche angeschafft. Das sind etwa 20 Prozent des Schulhofes. Nach Angaben von Detlev Gellert, Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Freizeit, haben die 265 Tonnen Fallschutzkies 7200 Euro gekostet. Zusammen mit den Kosten fürs Auskoffern und Einbauen seien 12000 Euro investiert worden. 'Der Kies wurde extra ausgewählt, weil er keine Bruchkanten hat', so Gellert. Die Verwaltung wolle jetzt einen Lösungsvorschlag erarbeiten, über den die Politik abstimmen kann.

In der Ausschusssitzung versprach auch der Erste Gemeinderat Niels Thomsen den Eltern, dass es in den nächsten sechs Wochen eine Entscheidung geben würde. 'Sie müssen uns aber auch zugestehen, erst abzuwägen', sagte er. Ein Aspekt seien dabei natürlich auch die Kosten.

Olaf Herms bot für den Elternrat an, 'konstruktiv' an dem Prozess mitzuarbeiten. Auch eine finanzielle Beteiligung schloss er nicht aus.

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