Bassumer Bürgerbus-Verein wird fünf Jahre alt / Politik sichert Unterstützung beim Kauf eines neuen Fahrzeugs zu Kleiner Geburtstag groß gefeiert

Bassum-Nordwohlde. Sonnabendvormittag bot sich auf dem Parkplatz der Gaststätte Hombachtal (Lüdeke) in Nordwohlde ein ungewöhnlicher Anblick: In einer langen Reihe schräg nebeneinander standen dort sieben Busse - und schon kamen noch ein achter und ein neunter hinzu. Gleich der erste in der Reihe war ein Gelber, der einzige Gelbe, während alle anderen rot oder dunkelrot waren. Der Gelbe, das ist der Bassumer Bürgerbus und an diesem Vormittag spielte er die Hauptrolle. Denn die Bassumer feierten den fünfjährigen Geburtstag ihres Bürgerbus-Vereins und hatten aus diesem Anlass auch gleich die Mitglieder der anderen Bürgerbusvereine eingeladen.
25.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Dorit Schlemermeyer

Bassum-Nordwohlde. Sonnabendvormittag bot sich auf dem Parkplatz der Gaststätte Hombachtal (Lüdeke) in Nordwohlde ein ungewöhnlicher Anblick: In einer langen Reihe schräg nebeneinander standen dort sieben Busse - und schon kamen noch ein achter und ein neunter hinzu. Gleich der erste in der Reihe war ein Gelber, der einzige Gelbe, während alle anderen rot oder dunkelrot waren. Der Gelbe, das ist der Bassumer Bürgerbus und an diesem Vormittag spielte er die Hauptrolle. Denn die Bassumer feierten den fünfjährigen Geburtstag ihres Bürgerbus-Vereins und hatten aus diesem Anlass auch gleich die Mitglieder der anderen Bürgerbusvereine eingeladen.

Bevor es zum offiziellen Empfang ging, besichtigten die Besucher die Busse und die ehrenamtlichen Fahrer fachsimpelten miteinander: "Wie viel Plätze hat denn euer Bus? Wie oft in der Woche fahrt ihr denn? Wieviele Fahrgäste habt ihr? Wie hoch ist der Benzinverbrauch?", hörte man rechts und links. Allen war der Stolz auf ihr Projekt Bürgerbus gemein.

Dieser Stolz klang auch aus den Worten des Vorsitzenden Rainer Dambroth, als er die fast 70 Gäste begrüßte: "Als die Idee im Zuge eines Agenda-Gruppentreffens im August 2005 entstand, hat noch niemand an die Realisierung geglaubt und heute sind es schon fünf Jahre", blickte er zurück auf die Anfänge. Am 16. Juli 2006 wurde der Verein Bürgerbus Bassum gegründet. Anschließend wurde nach einem Betreiber und nach Fahrern gesucht, die Linienfahrpläne mussten eingereicht werden. Im März 2007 nahm man dann zunächst mit einem Leihbus den Betrieb auf.

"Wir fahren mit Leidenschaft und Ehrenamt", lobte der Vorsitzende das Engagement der Fahrer und bedankte sich auch bei den Sponsoren, ohne die die Finanzierung nicht realisierbar gewesen wäre. Für die Zukunft hat er zwei Wünsche: "Unser Bus hat jetzt 240000 Kilometer auf der Uhr, da wäre es schön, wenn wir 2012 einen Neuen bekommen würden. Und wir brauchen unbedingt noch mehr Fahrer", so Dambroth.

Auch Ulrike Schröder überbrachte ihre Glückwünsche in Form von fünf Schokoriegeln samt Kerzen: ",Mars' bringt bekanntlich verbrauchte Energie zurück", wünschte sie dem Verein weiterhin alles Gute für die Zukunft - und lobte besonders die Freundlichkeit und Bürgernähe der Fahrer, die sich auch in der Hilfsbereitschaft gegenüber älteren Mitbürgern zeige.

Bassums Bürgermeister Wilhelm Bäker hatte die Statistik im Blick, als er berichtete, dass es schon über 30000 Fahrgäste seien, die der Bürgerbus transportiert habe. Auf vier Strecken verbinde er die 15 Bassumer Ortschaften miteinander. "Das kommt besonders den Senioren, aber auch Kindern und Jugendlichen zugute - und ist umweltfreundlich", so der Bürgermeister, der seine Unterstützung für die Anschaffung eines neuen Busses versprach. Diese Unterstützung sicherten dann auch die Vertreter der Parteien zu.

Helga Alves (Bürgerblock) betonte den Stellenwert der Begeisterung: "Ohne Begeisterung kann kein neues Projekt gelingen." SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Lanzendörfer dankte Rainer Dambroth für seinen Einsatz: "Besser geht's nicht", meinte er und gab die Anregung mit, beim nächsten Bus doch auf Hybridtechnik zu setzen, um die ökologische Bilanz noch weiter zu verbessern. CDU-Vorsitzende Cathleen Schorling signalisierte ebenso ihre Unterstützung und bedankte sich bei den Fahrern: "Sie sind ein Vorbild. Wir brauchen alle, die sich ehrenamtlich so engagieren." Vereinsvorsitzender Rainer Dambroth freute sich sichtlich über die zugesicherte Unterstützung und versprach, alle beim Wort zu nehmen.

Zuvor hatten ebenfalls die Vertreter der Bürgerbusvereine aus Achim, Kirchlinteln, Syke, Weyhe, Hude, Wildeshausen, Ganderkesee, Westerstede und Thedinghausen ihre Glückwünsche überbracht: "Wir wünschen Euch alles Gute und vor allem steigende Fahrgastzahlen und viele neue Fahrer."

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+