Flüchtlingshilfe in Stuhr Koordinatorin plant großes Treffen

Fathma Atenhahn hat sich viel vorgenommen. Erst seit etwa zwei Wochen ist sie die neue Koordinatorin für Flüchtlingshilfe bei der Gemeinde Stuhr, schon plant sie eine größere Veranstaltung.
28.01.2016, 00:00
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Koordinatorin plant großes Treffen
Von Claudia Ihmels

Fathma Atenhahn hat sich viel vorgenommen. Erst seit etwa zwei Wochen ist sie die neue Koordinatorin für Flüchtlingshilfe bei der Gemeinde Stuhr, schon plant sie eine größere Veranstaltung.

Beim „Interkulturellen Tag der Begegnung“ sollen alle, die mit dem Thema Flüchtlinge und Flüchtlingshilfe zu tun haben oder noch haben möchten, zusammenkommen. Die Veranstaltung findet am Sonnabend, 27. Februar, von 13 bis 18 Uhr in der Mensa der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Brinkum statt. Bis dahin will Atenhahn mit Flüchtlingen und mit weiteren Interessierten noch kreativ werden. „Um die Vielfalt der Menschen, die hier leben, zu zeigen“, kündigt sie an.

Zunächst gehe es beim „Interkulturellen Tag der Begegnung“ aber um eine „Bestandsaufnahme“, so die Koordinatorin. Schließlich gebe es in Stuhr schon einiges in Sachen Hilfe für Flüchtlinge. Atenhahn nennt die Flüchtlingshilfe und das Flüchtlingsnetz als Beispiele. „Die verschiedenen Helfersysteme werden sich vorstellen“, sagt sie. Dort könnten sich auch diejenigen informieren, die sich engagieren möchten.

Wichtig ist Atenhahn aber auch, dass bei der Veranstaltung ganz im Sinne des Titels die interkulturelle Arbeit im Mittelpunkt steht – also die „Vernetzung mit den Bürgern“, betont Atenhahn. Die Neuankömmlinge und die Bürger sollen Gelegenheit bekommen, miteinander in Kontakt zu treten.

Geschehen soll das laut Fathma Atenhahn bei der Veranstaltung über sogenannte „Kulturtische“. „An jedem Tisch wird ein Land vorgestellt“, schildert sie ihr Vorhaben. Das könne zum Beispiel Syrien, der Libanon oder der Irak sein. Für jedes Land will Atenhahn nun bald eine Arbeitsgruppe mit acht bis zwölf Teilnehmern ins Leben rufen. „Das müssen nicht nur Flüchtlinge sein“, betont sie. Im Gegenteil würde sie sich über weitere Interessierte freuen, sodass über die gemeinsame Arbeit in der Gruppe vorher schon Kontakte entstehen. „Da ist der Weg das Ziel“, erklärt sie. Bei gemeinsamen Treffen könnten in den Arbeitsgruppen etwa Landkarten der jeweiligen Länder entstehen. Beim „Interkulturellen Tag der Begegnung“ selbst könnte sich Atenhahn vorstellen, dass dazu noch landestypische „kulinarische Köstlichkeiten“ angeboten werden.

Für die Veranstaltung will die Koordinatorin außerdem diverse Stuhrer Vereine und Institutionen einladen. Das Rahmenprogramm wird unter anderem der Interkulturelle Chor Stuhr gestalten. Den Chor hatte Atenhahn noch als ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingsarbeit mit auf den Weg gebracht (wir berichteten). „Der Chor wird an dem Tag einige Lieder singen“, sagt Atenhahn.

Wer beim „Interkulturellen Tag der Begegnung“ mitwirken möchte – ob im Vorfeld in einer Arbeitsgruppe oder beim Tag selbst – sollte sich bei Fathma Atenhahn per E-Mail an f.atenhahn@stuhr.de melden.

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