Stuhrer Bibliothek bietet wieder einige Neuerwerbungen an / In den Ferien geänderte Öffnungszeiten Küsten-Krimi und die Geschichte des Fahrrads

Stuhr. Leseratten, die an Weihnachten ein gutes Buch lesen möchten, sollten schnell sein: Die Stuhrer Bibliothek ist in Brinkum nur noch bis Freitag, 23. Dezember, und in Moordeich bis Donnerstag, 22.
20.12.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Maurice Reding

Stuhr. Leseratten, die an Weihnachten ein gutes Buch lesen möchten, sollten schnell sein: Die Stuhrer Bibliothek ist in Brinkum nur noch bis Freitag, 23. Dezember, und in Moordeich bis Donnerstag, 22. Dezember, geöffnet. Erst im neuen Jahr öffnet sie am Montag, 2. Januar, (Moordeich) und Dienstag, 3. Januar, (Brinkum) wieder ihre Türen. Es bleiben also nur noch ein paar Tage Zeit, um sich aus den Neuerwerbungen das passende Buch herauszusuchen.

Eine Neuerwerbung ist das Kinderbuch „Igel Hugo wohnt in unserem Garten“ von Frauke Nahrgang. Zum Inhalt heißt es: Eine Igelfamilie im Garten. Tim und Sophie sind außer sich vor Freude, als sie das Igel-Nest entdecken. In den nächsten Wochen beobachten die Kinder das Heranwachsen der Igel. Doch eines Tages ist die Igelfamilie verschwunden, bis auf einen kleinen Igel, der einen hilfsbedürftigen Eindruck macht. Gut, dass es in der Nähe eine Igelstation gibt. Dort erfahren Sophie und Tim, wie sie helfen können. Denn eins ist klar: Igel Hugo soll gesund und sicher durch den Winter kommen. In dieser unterhaltsamen und informativen Geschichte erfahren Kinder laut der Bibliothek allerhand Wissenswertes über Igel und ihr Leben im Jahreslauf.

Wer von den Kindern und Jugendlichen ab zehn Jahren leidenschaftlicher Radfahrer ist oder sich gerne mit dem Thema Fahrrad beschäftigt, dem ist das Sachbuch „Das Fahrrad: vom Hochrad bis zum E-Bike“ von Haseop Jeong zu empfehlen. Hier heißt es zum Inhalt: Radfahren ist gesund, praktisch, macht viel Spaß und begleitet uns unser ganzes Leben lang. Grund genug, diese bahnbrechende Erfindung zu würdigen und den treuen Drahtesel und seine Geschichte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. In diesem Sachbilderbuch mit seinen detailreichen, humorigen Illustrationen wird das Fahrrad auf seinem Siegeszug um die Welt und durch die Zeit begleitet – von der Draisine bis zum E-Bike. Die Leser erfahren, welche technischen Neuerungen die Entwicklung vorangetrieben haben, wie mutige Pioniere die Erdkugel umradelten, warum Fahrräder im Berufsleben bis heute unersetzlich sind, wie die ersten Radrennen für Begeisterungsstürme sorgten und was das Rad mit der Emanzipation der Frau zu tun hat. Kurzum: ein Muss für alle Fahrradfans, heißt es. Mit praktischen Tipps, Infos und Adressen.

Im Roman „Drehtür“ von Katja Lange-Müller geht es um eine Frau namens Asta Arnold. Sie ist nach 22 Jahren im Dienst internationaler Hilfsorganisationen am Münchener Flughafen gestrandet. Von den Kollegen weggemobbt aus der Klinik in Nicaragua, wo sie zuletzt tätig war, steht sie neben einer Drehtür und raucht. Sie wollte eigentlich gar nicht zurück. Aber weil sich ihre Fehlleistungen häuften, bekam sie ein One-Way-Ticket geschenkt. Nun weiß sie nicht, wie es weitergehen soll. Einigermaßen wohl fühlt sie sich nur, wenn sie gebraucht wird. Und wer könnte sie, die ausgemusterte Krankenschwester, jetzt noch brauchen? Während Asta über sich nachdenkt, beobachtet sie ihre Umgebung – und meint, Menschen wiederzuerkennen, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet ist: den Koch der nordkoreanischen Botschaft, der eines Abends mit geschwollener Wange in einem Berliner Hauseingang hockte, ihre Kollegin Tamara, die ein glühender Fan von Tamara „Tania“ Bunke war, ihren Exfreund Kurt, mit dem sie turbulente Wochen in einer tunesischen Ferienanlage verbrachte, einen amerikanischen Schauspieler, der einen Nazi-Arzt darstellte, und einige andere mehr. Mit jeder Zigarette taucht Asta tiefer in ihre Vergangenheit ein – und mit jeder Episode variiert die Erzählerin ein höchst aktuelles und existenzielles Thema: das Helfen und seine Risiken.

Der Roman „Fischland-Mord“ von Corinna Kastner ist dagegen ein Buch für Krimifans. In diesem geht es um eine Frau namens Kassandra Voß, die ihre Pension in Wustrow auf dem Fischland gerade erst eröffnet, als sie einen Gast vollkommen bekleidet, aber nass, verdreckt und vor allem tot auf seinem Bett findet. Der Mann wurde im Bodden ertränkt. Als sich herausstellt, dass er nicht der war, für den er sich ausgab, gerät Kassandra selbst in die Schusslinie der Polizei. Unverhofft bekommt sie Hilfe von ihrem Nachbarn Jonas und dem Fischlandexperten Paul, mit denen sie bald auf eigene Faust ermittelt. Doch dann mietet sich einer der Hauptverdächtigen ausgerechnet in ihrer Pension ein.


Die
Stuhrer Bibliothek hat zwei Standorte: In Brinkum (Jupiterstraße 1, Telefon: 04 21 / 80 10 02) ist sie regulär dienstags in der Zeit von 11 bis 19 Uhr und freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. In Moordeich (Neuer Weg 11, Telefon: 04 21 / 56 20 35) können regulär montags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr und donnerstags von 11 bis 19 Uhr Bücher entliehen werden.

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