Silvia Wellhausen malt persönliche und fotorealistische Erinnerungsstücke per Airbrush Kunst aus der Pistole geschossen

Stuhr-Moordeich. Haustiere können Wärme und Nähe schenken und steigern somit das Wohlbefinden des Menschen. Wenn aber etwa der geliebte Hund verstirbt, wünscht sich der ein oder andere vielleicht eine Erinnerung der besonderen Art. Diesen Wunsch könnte die 47-jährige Silvia Wellhausen aus Moordeich, demnächst mit persönlichen Hundeporträts erfüllen. Zurzeit übt sie ausgiebig, um charakteristische Porträts zu erhalten.
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Von Maren Ihmels

Stuhr-Moordeich. Haustiere können Wärme und Nähe schenken und steigern somit das Wohlbefinden des Menschen. Wenn aber etwa der geliebte Hund verstirbt, wünscht sich der ein oder andere vielleicht eine Erinnerung der besonderen Art. Diesen Wunsch könnte die 47-jährige Silvia Wellhausen aus Moordeich, demnächst mit persönlichen Hundeporträts erfüllen. Zurzeit übt sie ausgiebig, um charakteristische Porträts zu erhalten.

Um die Wirklichkeitsnähe auch zu erreichen, braucht es allerdings feinste Farbverläufe. "Für die detailgetreue Arbeit verwende ich eine Airbrushanlage, die mir mein Mann geschenkt hat", erzählt Silvia Wellhausen. Die fertigen Airbrushbilder, finden auch in der Tierarztpraxis von Stephanie van Loosen Anklang. Wellhausen erzählt: "Ich habe dort mein erstes Porträt von einem Schäferhund zur Probeansicht gelassen und bin auf begeisterte Reaktionen gestoßen. Ich muss aber noch etwas üben, damit auch alles perfekt wird und ich meine Bilder dort gegebenenfalls aufhängen darf."

Bei dieser Art der Maltechnik wird mit einer kleinen Spritzpistole, die an einen Kompressor angeschlossen ist, mit Hilfe von Druckluft Farbe auf den Untergrund gesprüht. Zwar kennt die passionierte Hobbymalerin diese An- und Verwendung schon, doch liegt dies bereits einige Jahre zurück, als sie noch in Hamburg lebte. "Darum übe ich mit Zeitschriftenausschnitten von Hunden, um wieder richtig rein zu finden."

Genug Malerfahrung kann die gebürtige Bremerhavenerin aufweisen. Vor etwa sieben Jahren half ihr das Malen aus Tiefpunkten heraus und sie nahm an einem Kurs für Ölmalerei teil. "Nach zwei Jahren war ich dann der Meinung nichts mehr dazu zu lernen und hörte auf, um mich privat der Landschafts- und Aktmalerei zu widmen", berichtet Wellhausen. Da Familie, Freunde und Bekannte begeistert waren, fing sie vor zwei Jahren an, Kindern im Umkreis privaten Kunstunterricht zu geben. "Eine Freundin sagte morgens beim Frühstück plötzlich zu mir: ,Mensch Silvia kannst du das nicht auch unseren Kindern beibringen?". Doch da die Hobbymalerin immer wieder nach neuen Herausforderungen sucht, entstand so die Idee mit der Porträtmalerei.

"Ich bin mit Tieren groß geworden und finde sie unglaublich faszinierend. Doch mein Mann möchte nicht so eine starke Verpflichtung einem Hund gegenüber eingehen, wie etwa Gassigehen bei Wind und Wetter. Da ich Tiere aber wichtig finde, ist Siamkater Linus bei uns eingezogen." Neben den Tieren gilt ihr Interesse auch an der "Genauigkeit Details umzusetzen". "Auf die Idee mit den Hunden brachte mich ein Zebra."

Klingt merkwürdig, doch Wellhausen erklärt: "Für unser Afrika-Wohnzimmerbild versuchte ich mich an einem großen Zebra. Das ist mir meiner Meinung nach so gut gelungen, dass ich dem Tiermalen gerne in Zukunft nachgehen wollte. Dem Zebra folgten weitere Versuche mit Tieraugen, da sie laut der Künstlerin das wichtigste Merkmal auf einem Porträt sind. Bewaffnet mit verschiedenen Radiergummis, bearbeitet sie die Airbrushbilder nach, um noch die zartesten Haarstrukturen heraus zu arbeiten. "Das lange Üben der feinen Strukturarbeiten ist wichtig. Das Tier muss schließlich einen Wiedererkennungswert haben, so dass man sagen kann ,Das ist mein Hund und nicht Schäferhund XY?".

Was Silvia Wellhausen dabei braucht, ist viel Ruhe und Konzentration. Sonst geht ein Sprüher daneben und alles ist hin. Mit Mann, Kindern und Kater manchmal gar nicht so leicht, so die 47-jährige. "Zwei Bilder liegen deswegen schon im Müll."

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