Aktion von Axel Kugelstadt

Kunst für den guten Zweck

Axel Kugelstadt hat am Wochenende bei "Kunst & Rad" nicht nur seine Bilder präsentiert, sondern die Besucher auch selbst malen lassen. Das soll sich lohnen. Und zwar für den Verein Trauerland.
05.06.2018, 16:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Stephen Kraut

Weyhe-Leeste. Die verschiedenen Bilder, die Axel Kugelstadt den zahlreichen Besuchern am vergangenen Wochenende präsentiert hat, stehen noch immer in Flur und Wohnzimmer. In letzterem findet sich aber auch ein besonderes Werk, denn es stammt nicht nur aus einer Hand, sondern aus mehr als 200. Kugelstadt bot den Interessierten, die bei "Kunst & Rad" den Weg zu ihm fanden, eine besondere Aktion. Und die soll sich auch für den Verein Trauerland lohnen.

Bunt ist es geworden, das Bild, das die meisten der Frauen und Männer gemalt haben, die am Wochenende in Axel Kugelstadts Atelier und Garten vorbeigeschaut haben. "Aber es ist auffällig, dass sich die Farben gut über die gesamte Leinwand verteilen", merkt der Künstler an. Es gebe keine Ballung in einer Ecke. Dabei ließ Kugelstadt den Interessierten weitgehend freie Hand. Lediglich die Linien wurden vorgezeichnet, damit die Menschen jeweils ein spezielles Feld hatten, das sie ausmalen konnten. "Sonst wäre es zu chaotisch geworden", glaubt der Leester. Aber auch so finden sich Details, die so von Kugelstadt nicht vorgesehen waren. Ein kleiner Enzian etwa, oder ein Kreuz.

Mehr als 200 Menschen hatten sich in dem Bild und einem weiteren, das jedoch nicht ganz fertig wurde, verewigt. "Etwa zehn Prozent wollten gar nicht malen, aber der Rest hat mitgemacht", berichtet Kugelstadt. Auch wenn die meisten zu Beginn eher verhalten gewesen seien, sind sie ihm zufolge schnell aufgetaut. "Das hat das Eis gebrochen, man ist ins Gespräch gekommen", freut er sich.

Doch das war nicht der Hauptgrund für die Aktion. Vielmehr war es die Neuauflage einer Idee, die Kugelstadt schon bei der "Straße der Kunst" im Jahr 2011 hatte: Die Besucher malen gemeinsam ein Bild, später wird es versteigert. Das Geld geht an den Verein Trauerland, der sich um trauernde Jugendliche und Kinder kümmert. Drei Menschen hätten sich damals gemeldet. Das Prozedere soll auch in diesem Jahr wieder das gleiche sein: An dem Bild Interessierte können sich direkt bei Kugelstadt melden, gibt es erneut mehr als einen potenziellen Käufer, erhält derjenige das Werk, der dafür am meisten ausgeben möchte. Zu erreichen ist Kugelstadt entweder per E-Mail an axel.kugelstadt@gmx.de oder unter der Telefonnummer 01 77 / 8 01 73 20.

Das zweite Bild wird zwar in diesem Zusammenhang noch nicht verkauft, für die Mülltonne ist es laut Kugelstadt aber trotzdem nicht. "Vielleicht lasse ich es bei der nächsten Auflage fertigmalen", kann er sich bereits vorstellen. Weitere Informationen zu Trauerland gibt es online auf www.trauerland.org.

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