Landkreis Rotenburg Fahrsicherheitstraining für die Bürgerbus-Fahrer

Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer der Bürgerbusse können an Sicherheitstrainings teilnehmen, die der Landkreis Rotenburg aus seinen Blitzer-Einnahmen finanziert.
10.12.2022, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Judith Tausendfreund

Landkreis Rotenburg. Die Bürgerbusse gehören fest zum Bild des Verkehrs innerhalb des Landkreises. Sie spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, in den ländlichen Regionen für Bewegung und Mobilität zu sorgen - denn die üblichen Vertreter des öffentlichen Nahverkehrs sind hier eher weniger angesiedelt.

Auch das Ehrenamt stärken

Sieben Vereine engagieren sich: Der Bürgerbus der Samtgemeinde Fintel, der aus Gnarrenburg, aus Rotenburg, aus Scheeßel, aus der Samtgemeinde Sottrum und nicht zuletzt der Bürgerbus aus Visselhövede bringen die Menschen von A nach B - dabei engagieren sich die Fahrer ehrenamtlich. Dieses Ehrenamt will der Landkreis weiter stärken. Daher wurde von der Verwaltung überlegt, den Fahrern von Bürgerbussen Schulungen anzubieten. Mit diesen soll die Verkehrssicherheit verbessert werden, aber eben auch das Ehrenamt gestärkt werden.

Geld aus dem Blitzer-Topf

Die Kosten will der Landkreis übernehmen, finanziert wird die Schulung durch einen Teil der Bußgeldeinnahmen aus den kreiseigenen Geschwindigkeitsmessungen. Diese Gelder werden schon seit Beginn der Messungen genutzt, um zum Beispiel Fahrsicherheitstrainings für junge Fahrer und für Einsatzkräfte der Feuerwehren zu fördern - die Zielgruppe der ehrenamtlichen Bürgerbusfahrer kommt nun hinzu. „Wir haben diese Trainings in diesem Jahr schon durchgeführt“, berichtete Dezernentin Heike von Ostrowski im Verkehrsausschuss des Kreistags.

Übernommen haben den Job die Verkehrswachten. „Wir sind froh, dass wir in der Sache einen zuverlässigen Partner haben“, betonte von Ostrowski. Das Angebot kommt offenkundig gut an, die Vereine aus Sottrum und aus Zeven haben laut Beschlussvorlage schon Interesse bekundet. „Das ist eine gute Angelegenheit“, betonte auch Hans-Jürgen Schnellrieder, der für die Grünen im Ausschuss sitzt, aber auch Vorsitzender des „Fintau-Shuttle“, also des Bürgerbusvereins der Samtgemeinde Fintel, ist. Nach diesem kurzem Austausch beschloss der Ausschuss einstimmig, die Verwaltung auch in Zukunft damit zu beauftragen, das Training mit den Bußgeldeinnahmen zu finanzieren.

Neue Busse benötigt

Noch einen zweiten Beschluss fasste das Gremium mit Blick auf den Fortbestand der Bürgerbusse. Denn für das kommende Jahr liegen dem Landkreis einige Förderanträge aus den einzelnen Vereinen vor. So hat der Bürgerbusverein Gnarrenburg einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro beantragt, um perspektivisch einen neuen Bus anzuschaffen. Auch der Bürgerbusverein Rotenburg hat einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro beantragt, hier geht es ebenfalls um die Fahrzeug-Ersatzbeschaffung. Der Zevener Verein rechnet ebenfalls damit, dass im Jahr 2023 das bisher genutzte Fahrzeug ersetzt werden muss - allerdings fehlt hier noch die Nennung des notwendigen Betrags.

Grundsätzlich fördert die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) die Neubeschaffung der Busse, das Land übernimmt jeweils 75 Prozent, die verbleibenden Eigenanteile werden in einer Höhe von bis zu 20.000 Euro vom Landkreis gestemmt. Der Erste Kreisrat Torsten Lühring sprach sich für die beantragte Förderung aus. „Wir haben glücklicherweise immer mehr Bürgerbus-Vereine und diese brauchen auch immer mehr Busse“, sagte er. Dem stimmte der Ausschuss einhellig zu.

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