Neue Kandidaten im Kreis Rotenburg Landratswahl wird zum Dreikampf

Aus einem Solo wird ein Dreikampf: Neben CDU-Kandidat Marco Prietz bewerben sich mit Stefan Klingbeil und Gabriele Hornhardt zwei weitere Personen um den Posten des Landrats im Landkreis Rotenburg.
12.07.2021, 19:18
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Landratswahl wird zum Dreikampf
Von André Fesser

Landkreis Rotenburg. Eigentlich war die Luft schon raus, seit dem Wochenende nimmt das Rennen um das Landratsamt im Landkreis Rotenburg wieder Fahrt ab. CDU-Kandidat Marco Prietz steht plötzlich nicht mehr allein da - mit Gabriele Hornhardt und dem Linken-Kreischef Stefan Klingbeil gibt es nun zwei weitere Anwärter auf den Posten.

Dabei hatte es noch vor wenigen Tagen so ausgesehen, als würde sich einzig Prietz auf die Nachfolge des amtierenden Landrats Hermann Luttmann (CDU) bewerben. Denn mit Volker Harling hatte der Kandidat von SPD und Grünen kürzlich erklärt, seine Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückzuziehen. Beide Parteien erklärten daraufhin, auf die Aufstellung eines neuen Kandidaten verzichten zu wollen.

"Wichtig, dass es eine demokratische Wahl gibt"

Diese Lage hat sowohl die Kirchwalsederin Gabriele Hornhardt als auch Stefan Klingbeil motiviert, nun selbst anzutreten. Sie habe schon einige Zeit damit geliebäugelt, sich zu bewerben, sagte Hornhardt unserer Redaktion. Der Harling-Rückzug habe dann aber den Ausschlag gegeben, es tatsächlich zu versuchen. "Es kann nicht sein, dass es nur einen Kandidaten gibt und er den Erbhof übernimmt", sagt die im Samtgemeinderat Bothel und im Gemeinderat Kirchwalsede sitzende Hornhardt mit Blick auf Marco Prietz. Es sei "ganz wichtig, dass es eine demokratische Wahl gibt".

Ähnliche Argumente führt auch Stefan Klingbeil an. Auch er betont, dass die Wählerinnen und Wähler bei nur einem Kandidaten lediglich die Wahl zwischen dem CDU-Vertreter und einer Nicht-Wahl hätten. "Eine solche alternativlose Situation gefährdet die Akzeptanz demokratischer Wahlen und erzeugt Nicht-Wählerinnen." Daher hätten sich die Mitglieder der Linkspartei im Kreis Rotenburg entschlossen, mit ihrem Vorsitzenden einen eigenen Kandidaten für die Landratswahl aufzustellen.

Noch 108 Unterschriften

Während Gabriele Hornhardt, die in der Bundesverkehrsverwaltung in Hannover arbeitet, nun zunächst noch 108 Unterschriften sammeln muss, um überhaupt auf dem Stimmzettel zu landen, weiß auch Heilerziehungspfleger, Bildungswissenschaftler und Soziologie-Student Klingbeil um die Herausforderung. Die Möglichkeiten der Kreispartei, einen Wahlkampf zu führen, seien limitiert, dennoch wolle er die Aufgabe annehmen, am 12. September zu bestehen.

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