Altes Modell birgt "Sicherheitsrisiko" / Hahn stammt von 1857 Marienkirche braucht einen neuen Wetterhahn

Weyhe-Leeste. Das Ganze noch einmal von vorne. Heiner Nienaber und Manfred Bramkamp schweben in ihrem Metallkorb langsam zurück auf die Erde. "Das hat sich festgeklemmt da oben", erklärt Bramkamp, "wir brauchen Hammer und Meißel." Da oben - da wacht der Wetterhahn der Marienkirche über Leeste. In etwa 25 Meter Höhe, die Schätzungen variieren. Und der Hahn hat seine besten Tage hinter sich. "Es besteht ein Sicherheitsrisiko", erklärt Günther Knief von der Kirchengemeinde. Darum haben die Leester Nienaber und Bramkamp engagiert, die sollen den alten Hahn abmontieren. "Mein Neffe hat Bilder vom Hahn gemacht. Als ich mir die angeschaut habe, war mir klar, dass der erneuert werden muss", betont Küster Dieter Suhling.
26.07.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von NILS HARTUNG

Weyhe-Leeste. Das Ganze noch einmal von vorne. Heiner Nienaber und Manfred Bramkamp schweben in ihrem Metallkorb langsam zurück auf die Erde. "Das hat sich festgeklemmt da oben", erklärt Bramkamp, "wir brauchen Hammer und Meißel." Da oben - da wacht der Wetterhahn der Marienkirche über Leeste. In etwa 25 Meter Höhe, die Schätzungen variieren. Und der Hahn hat seine besten Tage hinter sich. "Es besteht ein Sicherheitsrisiko", erklärt Günther Knief von der Kirchengemeinde. Darum haben die Leester Nienaber und Bramkamp engagiert, die sollen den alten Hahn abmontieren. "Mein Neffe hat Bilder vom Hahn gemacht. Als ich mir die angeschaut habe, war mir klar, dass der erneuert werden muss", betont Küster Dieter Suhling.

Das Blech ist eingerissen, von der Farbe des Hahns ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Seit wann das blecherne Federvieh dort oben Wache hält, ist auch nicht abschließend geklärt. "Ich habe in einem alten Bericht die Jahreszahl 1857 gelesen", erzählt Suhling. Allerdings hat das Dach der Kirche vor einigen Jahrzehnten eine Generalüberholung bekommen - und Suhling ist nicht ganz sicher, ob da nicht auch der Wetterhahn ein bisschen aufgehübscht wurde.

Nach dem Versuch mit dem Trennschleifer klappt es mit Hammer und Meißel deutlich besser. Der Hahn ist ab. Aber wie geht es jetzt weiter? "Wir lassen den Hahn jetzt erst einmal begutachten. Dann wird entschieden, ob ein neuer her muss oder ob der alte noch restauriert werden kann", sagt Knief. Der Hahn ist übrigens nicht das Einzige, das an der Marienkirche überarbeitet werden muss. Auch die Kirchturmuhr ist ein bisschen in die Jahre gekommen. "Und am Turm haben wir ein paar Probleme mit Feuchtigkeit", weiß Reinhard Osterloh vom Förderkreis der Marienkirche. Doch es gibt noch ein Problem: das Geld. "Kirchenkreis, Denkmalschutz oder unsere Kirchengemeinde - wir werden alle Quellen anzapfen", verspricht Kirchenvorsteher Dietrich Ortmann. Wie lange es genau dauert, bis ein neuer Hahn in Leeste kräht, war gestern noch nicht klar.

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