Ehepaar Kaeding begeistert vom Besucheransturm auf ihr frisch eröffnetes Museum in Okel

Mehr als ein Hauch von Nostalgie

Syke-Okel. Ungewöhnliche Edelkarossen aus vergangenen Jahren zogen die Blicke am Osterwochenende auf sich, aber auch einst beliebtes Kinderspielzeug und jede Menge fotografische Erinnerungen, die das Nostalgie-Museum Syke zur Eröffnung präsentierte. Schon bei der Anfahrt fielen den Besuchern die historischen Automobile entlang der Okeler Straße auf, in denen Interessierte zur Ausstellung im ehemaligen Gasthaus Winkelmann angereist waren.
18.04.2017, 00:00
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Von Dagmar Voss
Mehr als ein Hauch von Nostalgie

Was es hier alles zu sehen gibt: Am Eröffnungstag, dem Ostersonntag, erkundeten zahlreiche Besucher das neue Nostalgie-Museum in Okel und bewunderten die alten Autos.

UDO MEISSNER

Syke-Okel. Ungewöhnliche Edelkarossen aus vergangenen Jahren zogen die Blicke am Osterwochenende auf sich, aber auch einst beliebtes Kinderspielzeug und jede Menge fotografische Erinnerungen, die das Nostalgie-Museum Syke zur Eröffnung präsentierte. Schon bei der Anfahrt fielen den Besuchern die historischen Automobile entlang der Okeler Straße auf, in denen Interessierte zur Ausstellung im ehemaligen Gasthaus Winkelmann angereist waren.

Ein Hauch von Nostalgie schwebte durch die Räume – genau so, wie es sich die beiden alteingesessenen Okeler und erklärten Oldtimer-Enthusiasten Elke und Wolfgang Kaeding vorgestellt hatten. Bei der Eröffnung des renovierten Hauses konstatierten die beiden mit großer Überraschung: „Wir sind begeistert über den Besucheransturm, so viele hatten wir nicht erwartet.“ Und wahrscheinlich hatten auch die Besucher nicht erwartet, dass es neben den Exponaten auch leckeren Kuchen geben würde. Platz ist ja genug vorhanden, denn neben dem großen Saal gibt es den Bereich für das Nostalgie-Café mit etlichen Tischen und einem großen Sofa, wo man sich zum Plauschen und Kaffeesieren niederlassen kann. Was natürlich reichlich genutzt wurde.

Über die beiden Nachmittage am Sonntag und Montag kamen Gäste aus nah und fern, um sich umzusehen. So auch der Syker Trecker- und Oldtimer Fachmann Erwin Fiedler, der vor allem bei den sechs Fahrzeugen genau hinschaute. „Schöne Sache, dass es so was hier gibt“, meinte er zufrieden und erklärte einigen Nichtkennern der Materie, was es zum Beispiel mit diesem Amphicar auf sich hatte. Ein türkisfarbenes, zunächst ganz normal wirkendes, älteres Automodell – bis der Blick auf den Spiegel unter dem hochgestellten Hinterteil fiel. Hier konnte man nämlich zwei Propeller sehen und ein ansonsten sehr zugeschweißtes Unterteil; also ein Gefährt, das zu Lande und zu Wasser vorwärts kommen konnte. „Das wurde damals in den 1960er-Jahren gebaut, allerdings nicht allzu lange, denn es ist sehr schnell gerostet.“

Auch bei dem kleinen Solo 750 erfuhr man manches Neue, so zum Beispiel, dass es sich auch hier um ein amphibisches Allgelände-Fahrzeug mit sechs sämtlich angetriebenen Rädern handele. Zur „Größe“ passend daneben und den meisten wohl eher vertraut: eine Isetta, die schon Paris gesehen hatte. Wunderbar anzusehen die im Vergleich dazu großen Oldtimer von Citroen und Borgward. Oder der dreirädrige Goliath aus dem Jahr 1954 – „optisch noch weitestgehend im unrestaurierten Originalzustand“, wie ein Erklärungspapier verkündete.

Dazu gesellten sich etliche historische Zweiräder wie eines mit Hilfsmotor, ein Hochrad oder das Goericke-Knabenrad aus den 1920er-Jahren mit der Besonderheit, dass es eine Petroleumlampe aufwies. In Glasvitrinen hatten die Kaedings noch einiges an sehenswerten gesammelten Objekten ausgestellt: für junge und junggebliebene Herzen die Jaguar- und Feuerwehrauto-Modelle, alte Kaffeemühlen und Spielzeug-Nähmaschinen, die wahrscheinlich einst für große Freude bei kleinen Mädchen sorgten.

Neben diesen spannenden Erfindungen vergangener Zeiten wurden die Besucher im Eingangsbereich von mehreren Aufstellern begrüßt, auf denen die Heimatgeschichte Okels in Bildern und Texten zu erfahren war. So wurde über das Okeler Rittergut Meyer berichtet – zu sehen auf der ältesten Fotografie des Ortes, die bis heute aufgetaucht ist. Neben der Falkenburg war das Gut einstmals der zweite adelig-freie Hof, entstanden auf einer alten Hofstelle und 1807 von Familie Meyer erworben als Restgut. Auf dem Fotorand ebenfalls erkennbar die Baumannsche Holländer-Windmühle, die 1863 gerade fertig gestellt worden war. „Diese Ausstellung haben wir glücklicherweise vom Syker Archivar Hermann Greve bekommen“, freute sich Elke Kaeding. Sie will gemeinsam mit Ehemann Wolfgang die Ausstellungen alle drei bis fünf Monate erneuern und dabei jedes Mal unter ein anderes Motto stellen, dabei gibt es einige Ideen, so vielleicht Cabriolets im Winter oder auch mal eine Modelleisenbahnanlage. Dazu wollen sie ab und an Live-Musik ins Museums-Café holen. Das geht los am 1. Mai ab 15 Uhr mit drei Liedermachern Kate Rena, Fabian Haupt und Danny Latendorf, die auf ihrer Tournee „LautLeben“ im Nostalgie-Museum in Okel einen Zwischenstopp einlegen.

Das Nostalgie-Museum Syke öffnet immer an Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen von 14 bis 19 Uhr.

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