Benefizkonzert des No Name Orchesters auf Gut Varrel / Spenden ermöglichen Kindern den Schulbesuch Musiker spielen für Hilfsprojekt in Afrika

Stuhr-Varrel. Das No Name Orchester aus Delmenhorst spielt am Sonntag, 31. Oktober, auf Gut Varrel. Das Besondere dabei: Die Musiker treten umsonst auf, bitten aber um Spenden für die Unicef-Aktion 'Schulen für Afrika'. Die Zuschauer des Benefizkonzertes erwartet ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm mit Jazz, Filmmusik und lateinamerikanischen Rhythmen. Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr.
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Von Claudia Gilbers

Stuhr-Varrel. Das No Name Orchester aus Delmenhorst spielt am Sonntag, 31. Oktober, auf Gut Varrel. Das Besondere dabei: Die Musiker treten umsonst auf, bitten aber um Spenden für die Unicef-Aktion 'Schulen für Afrika'. Die Zuschauer des Benefizkonzertes erwartet ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm mit Jazz, Filmmusik und lateinamerikanischen Rhythmen. Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr.

Das No Name Orchester gehört zur Musikschule Delmenhorst und hat zurzeit etwa 40 Mitglieder, darunter viele Jugendliche, aber auch Erwachsene. Das Orchester ist aber längst nicht mehr nur in Delmenhorst bekannt. Konzertreisen führten die jungen Musiker sogar schon bis nach Frankreich und Russland. Das No Name Orchester ist ein sinfonisches Blasorchester, bei dem aber auch Querflöten zum Einsatz kommen.

Zum Ensemble gehört außerdem die ständige Gastsolistin Inga Jamry. Die gebürtige Delmenhorsterin entdeckte mit 15 Jahren den Gesang und vor allem das Musical für sich. Mittlerweile hat sie in zahlreichen Produktionen mitgewirkt, unter anderem den deutschen Erstaufführungen von 'Bye-Bye Birdie' und 'Bring Back Birdie'. Aber auch Carl Orffs 'Carmina Burana' gehört zu ihrem Repertoire. Seit 2002 gehört Inga Jamry zudem zum festen Ensemble der Bremer Musical Company und hat diverse Rollen am Bremer Waldau Theater gespielt.

Mit dem Erlös des Konzerts will das No Name Orchester andere junge Menschen unterstützen. Denn während hierzulande das Erlernen eines Instruments schon fast normal ist, fehlt es Kindern in vielen afrikanischen Ländern noch an den Grundlagen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) hat deshalb auf Initiative des Hamburger Reeders Peter Krämer die Aktion 'Schulen für Afrika' gestartet.

'Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, Schulbildung zu bekommen', erklärt Christiane Appel-Schneider von der Delmenhorster Unicef-Gruppe den Hintergrund der Aktion. Der Schulbesuch - und wenn es nur die Grundschule sei - ermögliche den Kindern nicht nur, besser für sich und die Familie zu sorgen, sondern Bildung helfe ihnen auch, sich vor Aids und anderen Krankheiten sowie vor Gewalt zu schützen.

'Schulen für Afrika' unterstützt seit 2005 Projekte in Angola, Malawi, Mosambik, Ruanda, Simbabwe und Südafrika. 2010 laufen Projekte in Äthiopien, Burkina Faso, Madagaskar, Mali und Niger. Mit den Spendengeldern baut oder saniert Unicef in diesen Ländern Schulen, stattet sie mit Wasseranschluss und Latrinen aus, schult Lehrer und besorgt Unterrichtsmaterial für die Kinder. Ziel von Unicef ist es nach Angaben von Christiane Appel-Schneider, im südlichen Afrika 1000 Schulen zu bauen oder instand zu setzen.

'Jede kleine Spende bringt etwas', sagt Christiane Appel-Schneider und nennt auch einige Beispiele. Von nur fünf Euro könne Schulmaterial für ein Kind angeschafft werden. Mit 25 Euro könnten eine Bank und ein Tisch für ein Kind finanziert werden. Zehn einfache Fußbälle würden durch 40 Euro ermöglicht. Eine Fortbildung für einen Lehrer würde 150 Euro kosten. Mit 318 Euro könne eine Handpumpe für einen Schulbrunnen bezahlt werden. 10000 Euro seien nötig, um Möbel und Material für eine ganze Schule in Malawi anzuschaffen.

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