Festnahmen in den Niederlanden

Nach Mord in Visselhövede: Polizei fasst Verdächtigen

Vier Jahre nach der Ermordung eines 46-Jährigen in Visselhövede sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Nun gibt es Hoffnung: Niederländische Beamte nahmen in Amsterdam und Rotterdam zwei Männer fest.
21.04.2021, 15:35
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Nach Mord in Visselhövede: Polizei fasst Verdächtigen
Von André Fesser
Nach Mord in Visselhövede: Polizei fasst Verdächtigen

Die Polizei in den Niederlanden hat einen möglichen Fahndungserfolg erzielt.

Carsten Rehder/dpa

Im Zusammenhang mit dem Mord an einem 46-jährigen, albanisch-stämmigen Mann im Januar 2017 in Visselhövede im Landkreis Rotenburg hat die Mordkommission Motorrad zwei Männer verhaftet. Einem 34-jährigen Albaner wird vorgeworfen, am 9. Januar 2017 die tödlichen Schüsse auf das Opfer abgegeben zu haben. Ein 30-jähriger Landsmann soll sich bei Planung, Vorbereitung und Ausführung der Tat beteiligt haben. Beide wurden mit Haftbefehl durch Spezialeinheiten der niederländischen Polizei in Amsterdam und Rotterdam verhaftet. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft, teilt die Rotenburger Polizei mit.

Der 46-jährige Familienvater war 2017 auf einem Fußweg vor der Grundschule an der Großen Straße in Visselhövede vom Sozius einer Motorradbesatzung durch mehrere Schüsse zunächst lebensgefährlich verletzt worden. Er starb vier Tage später in einem Krankenhaus.

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Im Rahmen europaweiter Ermittlungen, die bis in die Niederlande und nach Albanien geführt wurden, rückte ein 23-jähriger Mann aus dem Raum Hannover in den Fokus der Beamten. Er wurde im April an seinem Wohnort festgenommen. Der 23-Jährige räumte gegenüber der Polizei ein, das Motorrad bei der Tat gefahren zu haben. Außerdem belastete er einen Verwandten als mutmaßlichen Todesschützen.

Das Landgericht Verden verurteilte ihn im März 2018 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Der von ihm belastete mutmaßliche Mittäter wurde vom Tatvorwurf freigesprochen. Trotz des Urteils blieb die Tat, so der Anwalt des Verurteilten, im Wesentlichen ungeklärt. Demnach befänden sich der eigentliche Schütze und ein möglicher Mittäter noch auf freiem Fuß.

Erst vor einigen Tagen war im Raum Bad Fallingbostel eine vergrabene Waffe gefunden worden. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, ist bislang nicht bekannt.

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