Große Anfrage bei 'Zu den Gehöften' Neues Baugebiet lässt die Telefone klingeln

Stuhr-Moordeich. Grundstücke in Moordeich sind offensichtlich heiß begehrt. Nachdem der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt in der vergangenen Woche die Weichen für ein neues Baugebiet in Moordeich gestellt hat und diese Pläne öffentlich geworden sind, liefen im Rathaus die Telefone heiß.
16.06.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Claudia Gilbers

Stuhr-Moordeich. Grundstücke in Moordeich sind offensichtlich heiß begehrt. Nachdem der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt in der vergangenen Woche die Weichen für ein neues Baugebiet in Moordeich gestellt hat und diese Pläne öffentlich geworden sind, liefen im Rathaus die Telefone heiß. 'Die Anrufer wollten wissen, was sie tun müssen, um eines der Grundstücke zu bekommen', sagt Jürgen Suling, Fachdienst Bauverwaltung und Grundstücke.

Dabei befindet sich das Verfahren für den entsprechenden Bebauungsplan mit dem Namen 'Zu den Gehöften' noch im Anfangsstadium. Der Ausschuss hat gerade erst dem Vorentwurf für den Plan zugestimmt und empfohlen, auf dieser Grundlage die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung auf den Weg zu bringen. Entstehen sollen in dem Gebiet, das von der Straße Zu den Gehöften abgeht und parallel zum Neuen Weg verlaufen würde, freihstehende Häuser und Doppelhäuser.

Bei den Anrufen konnte die Gemeinde allerdings nicht weiterhelfen, denn für die Planung, Erschließung und danach letztlich auch für den Vertrieb und Bebauung der Grundstücke ist das Stuhrer Bauunternehmen Johann Hollmann zuständig. 'Der regelrechte Ansturm der Interessenten scheint uns in unserer Einschätzung zu bestätigen, dass es sich bei ,Zu den Gehöften? um ein gefragtes Baugebiet in 1a-Lage handelt', sagt Inhaber Lutz Hollmann.

Zielgruppe seien hauptsächlich junge Familien. Die Grundstücke hätten eine Größe von 500 bis 600 Quadratmetern. Es seien aber auch andere Zuschnitte möglich, falls größere oder kleinere Grundstücke gewünscht seien. Die Kosten für die Straße durch das Baugebiet und die Erschließung muss auch das Bauunternehmen tragen. Später wird die Straße dann von der Gemeinde übernommen und unterhalten.

Eigentlich hatte Hollmann gar nicht geplant, jetzt bereits mit etlichen Interessenten zu sprechen und bereits vier Namen fest auf seiner Warteliste zu haben, da der politische Entscheidungsprozess noch gar nicht abgeschlossen ist. 'Wir werden uns mit der Werbung für dieses Projekt noch zurückhalten, um den politischen Entscheidungen nicht vorzugreifen', sagt er. Dass er selbst auch für die CDU im Gemeinderat sitzt, sieht er dabei nicht als Problem. Weil er in der Sache befangen sei, nehme er an nichtöffentlichen Sitzungen nicht teil und stimme bei öffentlichen Sitzungen nicht mit ab. 'Ich möchte dadurch weder Vor- noch Nachteile haben', betont er.

Bis der erste Spatenstich in dem neuen Gebiet erfolgen kann, wird - auch wenn politisch alles glatt läuft - aber so oder so noch einige Zeit ins Land ziehen. 'Bis zur endgültigen Rechtskraft des Bebauungsplanes kann es noch bis zu einem Jahr dauern', sagt Hajo Giesecke, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umwelt im Rathaus. Das Interesse an dem Gebiet wundert ihn aber auch nicht. 'Es gibt eine kontinuierliche Nachfrage', sagt er.

Jürgen Suling hat indes die Erfahrung gemacht, dass besonders jetzige und ehemalige Moordeicher selbst an den Grundstücken interessiert sind: 'Wer einmal in Moordeich gewohnt hat, möchte auch wieder zurück.'

Offensichtlich ist 'Zu den Gehöften' dabei für viele Bauwillige die entscheidende Chance, denn laut Suling hat die Gemeinde nicht vor, auf absehbare Zeit einen weiteren Bebauungsplan für Moordeich aufzustellen. Bei zu vielen Neubaugebieten müsste ja auch weitere Infrastruktur (etwa Kindergärten) geschaffen werden.

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