Unfälle auf der Autobahn 1 Nicht richtig und zu viel hingeguckt

Harpstedt/Stuhr. Aus einem Unfall werden drei: In der Folge eines Unfalls am Dienstagmittag auf der Autobahn 1 Richtung Osnabrück haben sich am Nachmittag zwei weitere Unfälle ereignet, einer in derselben Richtung am Stauende und einer in der Gegenrichtung durch Gaffer. Dabei wurden zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt, den Schaden der Folge-Unfälle bezifferte die Polizei auf insgesamt knapp 330 000 Euro.
27.10.2016, 00:00
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Von Ute Winsemann

Harpstedt/Stuhr. Aus einem Unfall werden drei: In der Folge eines Unfalls am Dienstagmittag auf der Autobahn 1 Richtung Osnabrück haben sich am Nachmittag zwei weitere Unfälle ereignet, einer in derselben Richtung am Stauende und einer in der Gegenrichtung durch Gaffer. Dabei wurden zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt, den Schaden der Folge-Unfälle bezifferte die Polizei auf insgesamt knapp 330 000 Euro.

Nachdem wegen des ersten Unfalls gegen 13.30 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord die Richtungsfahrbahn Osnabrück voll gesperrt werden musste, hatte sich nach Angaben der Polizei ein mehrere Kilometer langer Stau gebildet, der bis in den Bereich zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und der Anschlussstelle Groß Ippener zurückreichte. Dessen Ende übersah gegen 16.50 Uhr der 47-jährige Fahrer eines Sattelzugs und fuhr laut Polizei „nahezu ungebremst““ auf den Lastwagen eines 32-Jährigen auf. Der schob durch den Aufprall dann noch zwei weitere Sattelzüge ineinander. Zudem wurde durch die offenbar heftige Wucht das Führerhaus des aufgefahrenen Sattelzugs abgerissen und auf die Fahrbahn geschleudert, dabei zogen sich der Fahrer und sein 48-jähriger Beifahrer schwere Verletzungen zu. Der Fahrer des zuerst getroffenen Fahrzeugs kam mit leichten Verletzungen davon. Den Schaden schätzte die Polizei auf 320 000 Euro. Für Rettung und Bergung war die Autobahn ab dem Dreieck Stuhr bis Mitternacht voll gesperrt.

Während der Unfallaufnahme kam es auf der Gegenfahrbahn zu einem weiteren Unfall, als Ursache vermutet die Polizei Gaffen: Zwei Autos berührten sich seitlich, dabei entstand ein Schaden von etwa 8500 Euro.

Bei dem zugrunde liegenden Unfall hatte ein 25-Jähriger laut Polizei versucht, im zäh fließenden Verkehr innerhalb des Baustellenbereichs ein Auffahren zu vermeiden, indem er seinen Sattelzug nach links lenkte. Dabei riss jedoch die Plane seines Aufliegers auf, und geladene Shampoo- und Duschgelflaschen fielen auf die Fahrbahn. Zudem wurde der Dieseltank des Sattelzuges aufgerissen. Der 25-Jährige verletzte sich leicht, den Schaden schätzte die Polizei auf 65 000 Euro.

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