Erste Aktion "Kunst & Rad"

Per Drahtesel von Atelier zu Atelier

33 Künstler an 15 Standorten beteiligten sich am Wochenende an der ersten Auflage von "Kunst & Rad" in Weyhe. Interessierte waren einige mehr unterwegs. Und für die gab es viel zu entdecken.
03.06.2018, 18:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Femke Liebich

Weyhe. Wer an diesem Wochenende durch die Gemeinde fuhr, konnte die zahlreichen blauen und roten Luftballons am Wegesrand kaum übersehen. Sie kennzeichneten zwei Touren durch das künstlerische Weyhe. Unter dem Motto „Kunst & Rad“ zeigten sich insgesamt 33 Künstler an 15 Standorten. Zahlreiche Fahrradfahrer, aber auch Fußgänger und Autofahrer nutzten die erstmalig organisierte Veranstaltung, um einen Blick in unterschiedliche Ateliers zu werfen und mit Künstlern ins Gespräch zu kommen.

„23 Kilometer und acht Stationen haben wir schon geschafft“, berichtete Nils Farwer bestens gelaunt, als er am Sonntagnachmittag zusammen mit seiner Frau Nicole und Britta Junghans sein Fahrrad vor dem Sudweyher Bahnhofsgebäude platzierte. „Eine tolle Veranstaltung. Wir haben heute schon so schöne Ecken, Gärten und Ateliers gesehen – und das direkt vor unserer Haustür“, sagt Nicole Farwer. An ihrer neunten Station – eben im neu gestalteten Bahnhofsgebäude – trafen sie auf zahlreiche Gleichgesinnte sowie mit Ronald Kloska und Till Dinis gleich auf zwei Künstler. Während Erstgenannter im Eingangsbereich seine schwarz-weißen Fotogramme ausstellte, präsentierte Dinis im zukünftigen Café seine Goldschmiedekunst.

„Heute komme ich kaum zum Durchatmen, die Besucher sind alle sehr interessiert an meinen Arbeiten und wollen viel wissen“, freute sich Till Dinis, der unter anderem Ketten, Anhänger, Broschen und Ringe zeigte. „Für mich persönlich ist es auch ein sehr erfolgreicher Tag, da ich zwei Schmuckstücke bereits verkauft habe“, verweist er auf einen netten Nebeneffekt der Veranstaltung. „Ich erinnere mich noch gut an die Aktion Straße der Kunst 2011, als sich in der gesamten Region verschiedene Künstler präsentierten. Damals war ich selbst unterwegs“, berichtetet Ronald Kloska. Der Sudweyher freute sich besonders, dass er die Gelegenheit bekommen hat, im Bahnhofsgebäude auszustellen. „Bei mir zu Hause hätte ich gar nicht die Möglichkeiten gehabt, um so viele Besucher zu empfangen. Außerdem ist ein Fotolabor auch längst nicht so spannend wie ein Künstleratelier“, ergänzt er. Über den großen Besucherandrang – besonders am Sonntag – freuten sich zugleich die Verantwortlichen des Vereins Sudweyher Bahnhof, die das Wochenende nutzten, um Interessierten die Fortschritte in dem historischen Gebäude zu zeigen.

„Wir sind ganz begeistert von der Aktion und extra aus Achim gekommen. Die blaue Strecke durch Sudweyhe und Kirchweyhe haben wir schon fast geschafft, jetzt suchen wir uns noch ein paar Stationen auf der roten Route in Leeste, Melchiorshausen und Erichshof aus“, teilte ein Ehepaar mit.

„Nach dem doch eher verhaltenen Start am Sonnabend, bin ich heute sehr zufrieden. Auch von den einzelnen Künstlern habe ich durchweg positive Rückmeldungen erhalten“, berichtete Kulturbeauftragte Hedda Stock am Sonntagnachmittag. „Während gestern einige wohl doch einen Regenschauer befürchteten, sind heute schon deutlich mehr Fahrradfahrer unterwegs. Und viele von ihnen berichteten, dass sie zumindest eine der beiden ausgewiesenen Routen – auf eigene Faust oder in Begleitung der Weyher Gästeführerinnen – komplett abfahren“, ergänzte sie.

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