Ausschuss empfiehlt einstimmig Beschlussvorlage zum Konzept für Gemeinde Weyhe Photovoltaik: Kicker wollen am Ball bleiben

Weyhe-Melchiorshausen. Alfred Bobka war selbst ganz überrascht. "Das war ja eine flotte Sache heute", stellte der Vorsitzende des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt in Weyhe fest. Die Ausschussmitglieder und die Mitarbeiter der Verwaltung hatten wohl mit deutlich mehr Interesse von Seiten der Bürger gerechnet - immerhin ging es um das Thema Photovoltaik. Um die "Nutzung gemeindlicher Immobilien für die Errichtung von Photovoltaik-/Solaranlagen", um genau zu sein. Und da war doch noch was in Weyhe.
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Von NILS HARTUNG

Weyhe-Melchiorshausen. Alfred Bobka war selbst ganz überrascht. "Das war ja eine flotte Sache heute", stellte der Vorsitzende des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt in Weyhe fest. Die Ausschussmitglieder und die Mitarbeiter der Verwaltung hatten wohl mit deutlich mehr Interesse von Seiten der Bürger gerechnet - immerhin ging es um das Thema Photovoltaik. Um die "Nutzung gemeindlicher Immobilien für die Errichtung von Photovoltaik-/Solaranlagen", um genau zu sein. Und da war doch noch was in Weyhe.

Das Ergebnis vorneweg: Die Mitglieder des Ausschusses folgten dem Beschlussvorschlag einstimmig. Das heißt, es wird bald ein Kataster für das Gemeindegebiet erstellt, eine automatische Notabschaltung wird zur Pflicht - und: "Eine unternehmerische Kooperation mit den Nutzern der betreffenden Gebäude kann dabei im Einzelfall möglich sein, sofern dies für die Gemeinde wirtschaftlich vertretbar ist."

In der Diskussion im Vorfeld wurde einstimmig gelobt. "Es ist gut, dass wir jetzt ein Konzept für die Dächer haben", erklärte Elmar Könemund (Die Grünen). Frank Seidel (SPD) fand: "Das ist genau das, was wir erreichen wollten. Ich bin etwas überrascht, ich dachte, der Saal ist heute voller. Aber ich denke, diese Vorlage ist auch das, was sich der Verein vorgestellt hat." Der Verein, um den es geht, ist der TSV Blau-Weiß Melchiorshausen. Dort wollte ein privater Sponsor eine geschenkte Photovoltaikanlage auf dem Dach über dem Kabinentrakt der Fußballer installieren - doch die Gemeinde, Eigentümerin der Immobilie, lehnte ab (wir berichteten). Heinrich Böttcher ist der Leiter der Fußball-Sparte des TSV. Er sagt: "Wir müssen diese Diskussion schnell auf eine sachliche Ebene zurückbringen." Das neue Konzept findet auch die Zustimmung von Böttcher. "Das lässt uns die Möglichkeiten, weiter zu planen. Wir werden auf jeden Fall am Ball bleiben." Er habe gehört, dass die Gemeinde bereits ein

Gutachten zum Dach der Umkleidekabine erstellt habe.

Das stimmt nur teilweise. "Wir sind gerade dabei, in ganz Weyhe zu überprüfen, welche Flächen in Gemeindebesitz für eine derartige Anlage geeignet sind. Unter anderem auch das Dach in Melchiorshausen", erklärt Weyhes Erster Gemeinderat Andreas Bovenschulte. Zu einem abschließenden Ergebnis seien die Gutachter aber noch nicht gelangt. Die Prüfung erfolge in zwei Schritten, erst werden grobe Kriterien abgefragt, dann geht es ans Eingemachte. Die groben Kriterien, das sind zum Beispiel die Ausrichtung der Fläche oder das Alter des Daches.

Trotz des ablehnenden Bescheids, den Böttcher und seine Vereinskameraden vor fast genau drei Monaten von der Gemeinde bekommen haben, wollen die Verantwortlichen vom TSV Blau-Weiß Melchiorshausen weiter das Gespräch mit der Verwaltung suchen. "Wir haben immer Gesprächsbereitschaft signalisiert", betont Böttcher. Wenn es denn grünes Licht für das Vereinsprojekt gäbe, würde alles ganz schnell gehen, glaubt Böttcher. "Das dauert höchstens drei, vier Wochen", so der Spartenleiter.

Die Firma Hansesun, ein enger Kooperationspartner des Stuhrer Unternehmens SiG Solar, will die Anlage auf dem Dach der Kabine installieren. "Die wollen das auch als Testfeld nutzen", weiß Böttcher. Ob es denn nun auch so weit kommt, wird die Zukunft zeigen. "Die Entscheidung des Ausschusses ist auf jeden Fall eine Grundlage", erklärte Böttcher.

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