Plan für Förderprogramm

Rotenburger SPD will Tankstellen für Stromautos

Damit mehr Ladesäulen für Elektroautos aufgestellt werden, soll der Landkreis Rotenburg von 2019 bis 2021 insgesamt 750 000 Euro für Zuschüsse bereitstellen. Das fordert die SPD.
03.11.2018, 18:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg
Rotenburger SPD will Tankstellen für Stromautos

Die SPD im Landkreis will sich für die Schaffung neuer E-Ladesäulen einsetzen.

Christian Kosak

Landkreis Rotenburg. Wenn es nach der SPD geht, steckt der Landkreis viel Geld in die Aufstellungen weiterer Ladesäulen für Elektroautos. Von 2019 bis 2021 sollen pro Jahr jeweils 250 000 Euro bereit gestellt werden, zusammen also 750 000 Euro. Um den Menschen im ländlichen Landkreis Rotenburg die realistische Möglichkeit zu eröffnen, auf ein E-Auto umzusteigen, müsse eine flächendeckende Ladeinfrastruktur her, erklärt SPD-Fraktionschef Bernd Wölbern. Gefördert werden sollen öffentliche, halböffentliche sowie auch private Ladesäulen.

Laut SPD-Plan sollen öffentliche Stromtankstellen mit mindestens zwei Ladepunkten und mindestens 22 Kilowatt Leistung zu 50 Prozent bezuschusst werden, jedoch soll es nicht mehr als 2500 Euro geben. Voraussetzung: Es darf keinerlei Zugangsbeschränkungen geben, die Nutzung der Ladeinfrastruktur muss für jedermann und 24 Stunden an sieben Tagen die Woche zugänglich sein.

Unter halböffentlichen Ladestellen versteht die SPD E-Säulen, die nur zu den Betriebs- oder Öffnungszeiten zum Beispiel auf privaten Kunden- oder Besucherparkplätzen genutzt werden können oder nur über eine Schranke zugänglich sind. Anforderung sei hier mindestens ein Ladepunkt, der maximale Zuschuss beträgt 50 Prozent der förderfähigen Kosten, jedoch nicht mehr als 2000 Euro.

Für die Installation von privaten Ladestellen mit mindestens einem Ladepunkt soll es ebenfalls einen maximale Zuschuss von 50 Prozent geben, höchstens aber 750 Euro. Voraussetzung sei ein eigenes E-Auto oder ein dauerhaft nutzbarer Firmenwagen mit E-Kennzeichen.

Zur Begründung seines Antrags verweist Wölbern darauf, dass der Landkreis Rotenburg im August für sein Klimaschutz-Leuchtturm-Projekt „10 Tage unter Strom… teste mich!“ vom Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies mit einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 4000 Euro ausgezeichnet wurde. „Mit einer mutigen Initiative des Kreistages konnte der Landkreis im Landes-Wettbewerb „Klima kommunal“ punkten“, so Wölbern. Im ländlichen Raum rücke das Thema Mobilität immer mehr in den Mittelpunkt, und das E-Auto sei eine echte klimafreundliche Alternative zu den herkömmlichen Fahrzeugen. „Die günstigen Haushaltszahlen des Landkreises geben uns die Möglichkeit, hier einen echten Impuls zu schaffen“, so der SPD-Mann.


Der Antrag wird am kommenden Donnerstag, 8. November, im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr des Landkreises diskutiert. Die öffentliche Sitzung beginnt um 14.30 Uhr im Rotenburger Kreishaus (kleiner Sitzungssaal).

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