Rotenburg: Noch keine Aufstallungspflicht Veterinäramt warnt vor Vogelgrippe

Geflügelhalter sollen schon mal Vorbereitungen für eine eventuelle Aufstallungspflicht treffen, empfiehlt das Veterinäramt des Kreises Rotenburg. Die Behörde warnt vor der Vogelgrippe.
17.11.2021, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg

Landkreis Rotenburg. Das Veterinäramt des Landkreises Rotenburg warnt vor der Vogelgrippe. Im Rahmen des herbstlichen Vogelzuges sei bei vielen Wildvögeln und mittlerweile auch beim Hausgeflügel wieder das für Geflügel hochansteckende Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden, heißt es in einer Mitteilung. Dies betreffe unter anderem die Nachbarlandkreise Stade und Cuxhaven und den Landkreis Cloppenburg. In Schleswig-Holstein sei bei zahlreichen Wildvögeln das Virus nachgewiesen worden.

Aviäre Influenza, umgangssprachlich auch Vogelgrippe oder Geflügelpest genannt, ist eine durch Viren ausgelöste, anzeigepflichtige Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Wirt im wilden Wasservogel hat. Sie kann bei infizierten Vögeln zu schweren Erkrankungen und massenhaftem Verenden führen. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) schätze in seiner aktuellen Bewertung das Risiko einer Einschleppung der Geflügelpest in Geflügelhaltungen als hoch ein, so das Veterinäramt.

Die Gefahr, dass die Vogelgrippe auch im Landkreis Rotenburg ausbricht, sei durch den momentanen Vogelzug als hoch einzustufen. Die Behörde empfiehlt auch privaten Geflügelhaltern bereits jetzt, entsprechende Vorbereitungen für eine eventuelle Aufstallungspflicht zu treffen oder ihre Tiere unmittelbar freiwillig aufzustallen, weil damit die Übertragung des Geflügelpestvirus von Wildvögeln auf Hausgeflügelbestände wirksam verhindert werden könne.

Eine Aufstallung könne in geschlossenen Ställen erfolgen. Sofern nicht möglich, könne ein Schutz auch durch eine dichte Abdeckung des Auslaufs mit einem überstehenden Dach oder einer Plane sowie einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenabgrenzung erfolgen. Zur Tränke dürfe kein Oberflächenwasser genutzt werden, Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände müssten für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden und die Fütterung dürfe nur an Stellen erfolgen, die für Wildvögel nicht zu https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/gänglich sind.

Das Veterinäramt beobachte die Entwicklung kontinuierlich. Sollte sich die Seuchensituation weiter verschärfen, könn dies eine allgemeine Aufstallungspflicht des Geflügels im Landkreis zur Folge haben. Auffällige Tierverluste in Geflügelbeständen müssten dem Veterinäramt Rotenburg unter der Telefonnummer 04261/ 983 23 66 oder 04261/ 983 23 58 oder per E-Mail an veterinaeramt.row@lk-row.de gemeldet werden.

Weitere Informationen über die Vogelgrippe, auch Handlungsempfehlungen für Kleinhaltungen, sind unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/ zu finden. Unabhängig von der Geflügelpest müssen auch Hobbyhalter ihre Geflügelhaltung beim Veterinäramt und der niedersächsischen Tierseuchenkasse registrieren lassen.

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