Spendenlauf an der Lise-Meitner-Schule

Runde um Runde für viel Geld

Fast 12 000 Euro sind bei einem Spendenlauf an der Lise-Meitner-Schule zusammengekommen. Das Geld geht an den Jugendtreff No Moor und eine Organisation, die sich um Straßenkinder in Tansania kümmert.
05.12.2017, 17:17
Lesedauer: 2 Min
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Runde um Runde für viel Geld
Von Claudia Ihmels
Runde um Runde für viel Geld

In den Sommerferien haben Cornelia Geers (Dritte von rechts) und Marion Eiskamp (links) die Malimbe Family in Tansania besucht und mit Trikots für viel Begeisterung bei den Kindern gesorgt. Nächstes Jahr wollen sie sich ein Bild davon machen, was mit dem Geld vom Spendenlauf passiert ist.

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Stuhr-Moordeich. Die Schüler haben ordentlich Ausdauer bewiesen. Runde um Runde haben die Fünft- bis Siebtklässler der Moordeicher Lise-Meitner-Schule Anfang Juni bei einem Spendenlauf gedreht – nun steht fest: Ihr Engagement hat sich gelohnt und beschert zwei Organisationen ein stattliches Weihnachtsgeschenk. 11 979 Euro sind bei dem Spendenlauf zusammengekommen. Die eine Hälfte ist jetzt an den benachbarten Jugendtreff No Moor übergeben worden, die andere Hälfte bekommt die Organisation Upendo Daima, die sich um Straßenkinder in Tansania kümmert.

Juraj Sivulka ist immer noch begeistert, wenn er an den Spendenlauf zurückdenkt. Der Lehrer an der Lise-Meitner-Schule freut sich dabei aber nicht nur über die vielen Läufer, sondern auch über den Einsatz der Schülervertretung, die den Lauf organisiert hatte. Seine Kollegin Petra Brinker und er hätten die Schüler lediglich dabei unterstützt. „367 Schüler sind mitgelaufen“, berichtet Emre Vatansever, zum Zeitpunkt des Laufes Schülersprecher an der Lise-Meitner-Schule. 4381 Kilometer haben die Teilnehmer insgesamt erlaufen. „Die Spenden kamen von Eltern, Großeltern und Firmen, hauptsächlich aus Stuhr“, ergänzt Emre Vatansever. Eltern und Supermärkte hatten zudem Verpflegung beigesteuert. Mit dem erlaufenen Geld habe man etwas in der Umgebung und ein internationales Projekt unterstützen wollen.

Bei Ersterem fiel die Wahl auf den Jugendtreff No Moor. „Der wird auch von vielen Schülern genutzt“, sagt der ehemalige Schülersprecher. Beim No Moor war unterdessen die Freude über die Spende groß. „Wir waren überrascht über die hohe Summe“, sagt Marcel Kotrc vom Jugendtreff. Von einem Teil des Geldes soll ein Sprayer-Projekt finanziert werden. Kotrc und seine Kollegen wollen wieder einen Profi-Sprayer einladen, der zusammen mit den Jugendlichen den Jugendtreff verschönert. Die Verwendung des weiteren Geldes steht noch nicht fest. Klar ist aber laut Kotrc, dass es nicht einfach in der täglichen Arbeit verschwinden, sondern für etwas Besonderes verwendet werden soll.

Bei dem internationalen Projekt fiel die Wahl der Schülervertretung auf Upendo Daimo. Wobei: Der Bezug zur Lise-Meitner-Schule ist dennoch da. Lehrerin Cornelia Geers engagiert sich seit Langem für die Organisation und das Kinderheim Malimbe Family in der Nähe von Mwanza, der zweitgrößten Stadt in Tansania. Seit sieben Jahren verbringt sie dort regelmäßig ihre Ferien, um die Arbeit der Organisation zu unterstützen. „Es wird dort sehr nachhaltig gearbeitet“, sagt Cornelia Geers, die auch schon ihre Kollegin Marion Eiskamp für ein Engagement begeistert hat. In den Sommerferien waren die beiden Frauen für vier Wochen vor Ort und haben den Kindern unter anderem von den Lise-Meitner-Schülern gespendete Trikots mitgebracht.

Was mit der Summe geschehen soll, die jetzt durch den Spendenlauf zusammengekommen ist, steht noch nicht fest. Das wollen Geers und Eiskamp nächstes Jahr berichten, denn dann wollen sie wieder zusammen nach Tansania fliegen.

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