Tarmstedter Ausschuss Vier Straßen sollen saniert werden

Welche Straßen in der Samtgemeinde Tarmstedt saniert werden sollten, darüber hat der Ausschuss für Wegebau und Infrastruktur beraten. Vorher gab es eine Besichtigungstour.
23.09.2022, 18:30
Lesedauer: 3 Min
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Von Johannes Kessels

Tarmstedt. Am liebsten würde Cord Rosenbrock vom Bauamt der Samtgemeinde Tarmstedt in Breddorfermoor sofort loslegen. Wenn er nicht noch irgendwo Geld auftreibt, das aus dem diesjährigen Haushalt übrig ist, wird eine Straßensanierung dort aber wohl noch bis zum Frühling des nächsten Jahres auf sich warten lassen, ebenso wie bei drei anderen Verbindungswegen oder -straßen zwischen den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde. Darüber sprach jetzt der Ausschuss für Wegebau und Infrastruktur, nachdem er eine Besichtigungsfahrt unternommen hatte.

Wichtigste Maßnahme für nächstes Jahr ist die Verbreiterung und Sanierung der Verbindungsstraße von Kirchtimke durch die Hasenheide nach Steinfeld, die in Kirchtimke, wo sie von der Hauptstraße abzweigt, Schierksdamm heißt. Dies wird der dritte und letzte Bauabschnitt. „Dann haben wir hoffentlich die nächsten Jahrzehnte Ruhe“, meinte Cord Rosenbrock in der Sitzung.

Ebenfalls von der Kirchtimker Hauptstraße, aber auf der anderen Straßenseite und kurz vor dem nördlichen Ortsausgang, führt die Wentelstraße in Richtung Rhadereistedt durch den Ummel. Dort fährt derzeit der Bauverkehr für den Schießstand in Rhadereistedt, aber im nächsten Jahr soll die Straße saniert werden. Wenn das Geld reicht, soll dann auch in Breddorf die Ehebrooker Straße erneuert werden, hier wird aber keine so hohe Dringlichkeit gesehen.

Seitenraum stark abgesackt

Höchst dringend dagegen ist eine Reparatur der Straße in Breddorfermoor. Dort ist, wie der Ausschuss bei seiner Besichtigungstour feststellte, der Seitenraum stark abgesackt. Für Cord Rosenbrock ist bereits „Gefahr in Verzug“. Eigentlich könne man mit der Reparatur nicht warten, ehe im nächsten März der Haushalt der Samtgemeinde verabschiedet sein werde. Aus den Reihen des Ausschusses kam die Frage nach Haushaltsresten. 10.000 Euro ließen sich wohl noch an nicht ausgegebenen Mitteln aus diesem Jahr zusammenkratzen, es sei aber fraglich, ob dies genüge, so Rosenbrock.

Hartmut Otten (CDU) fragte, ob es sich um Reparaturen oder um Investitionen handle. Auch die größten Maßnahmen gälten als Reparaturen, erklärte Cord Rosenbrock, der Haushalt werde also nicht durch Abschreibungen belastet. 100.000 Euro waren für die Straße von Kirchtimke vorgesehen, es sollen nun aber 120.000 Euro werden, was der gesamte Ausschuss so sah. Alle Preise, die vom Ölpreis abhingen, könnten zwar irgendwann wieder sinken, sie könnten vorerst aber auch weiter steigen, meinte der Bauamtsmitarbeiter. Deshalb sollten sämtliche Haushaltsposten um 20 Prozent erhöht werden – für Baum- und Strauchschnitt etwa werden damit nächstes Jahr 24.000 statt 20.000 Euro genehmigt. Das beschloss der Ausschuss einstimmig ohne längere Debatte. „Das ging ja einfach“, lobte der Vorsitzende Harm Tietjen (FDP) – nun müsse man es nur noch durch den Samtgemeinderat durchbringen.

Zwei Wünsche zurückgestellt

Auch die vier großen Sanierungsmaßnahmen wurden einstimmig beschlossen, zwei weitere Wünsche jedoch zurückgestellt. Die Gemeinde Hepstedt hatte beantragt, die Samtgemeinde möge einen Teil der Kosten für die Sanierung des Ummelwegs übernehmen, da dieser zu Freibad und Campingplatz führe, und die seien Eigentum der Samtgemeinde. Dort solle man erst einmal die Baumwurzeln durchtrennen, die den Weg hochdrückten, schlug Bernd Sievert (SPD) vor. Würde die Samtgemeinde aber für die Straßenreparatur zahlen, würden auch andere Gemeinden Ansprüche anmelden – vielleicht auch für die Straßen, an denen ihre Feuerwehrhäuser lägen, denn für die sei ja auch die Samtgemeinde zuständig, ergänzte Stephan Kück-Lüers (CDU).

Ein ähnlicher Fall ist der Spargeldamm in Tarmstedt. Dieser Weg, dessen Name nur inoffiziell im Volksmund existiert, stößt auf den Weidedamm. Weil dort der Schwerlastverkehr zum Klärwerk fährt, wünscht die Gemeinde Tarmstedt eine Kostenbeteiligung durch die Samtgemeinde. Eine Oberflächenbehandlung auf den 720 Metern zwischen der Bahnlinie und dem Weidedamm werde etwa 10.000 Euro kosten, sagte Cord Rosenbrock. Jetzt sollen die Kosten für Spargeldamm und Ummelweg genauer ermittelt werden, dann wollen die Fraktionen beraten, ob sich die Samtgemeinde beteiligen soll.

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