Abitur! - Und was dann? Birthe Schmidt plant ein FSJ Schülerin kümmert sich um sterbenskranke Kinder

Stuhr-Seckenhausen. Ein wohltätiges Arbeitsgebiet, in dem besonderes Engagement gefragt ist, hat die 18-jährige Birthe Schmidt aus Seckenhausen ins Auge gefasst. Die Schülerin möchte nach dem Abitur und bevor sie eine Ausbildung zur "Gesundheits- und Kinderkrankenschwester" angeht, zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einlegen. Während dieser Zeit will sie im Kinderhospiz Löwenherz mithelfen, einem Betreuungs- und Pflegeort für unheilbar kranke Kinder und Erholungsstätte für deren Familien.
14.06.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christoph Lisei

Stuhr-Seckenhausen. Ein wohltätiges Arbeitsgebiet, in dem besonderes Engagement gefragt ist, hat die 18-jährige Birthe Schmidt aus Seckenhausen ins Auge gefasst. Die Schülerin möchte nach dem Abitur und bevor sie eine Ausbildung zur "Gesundheits- und Kinderkrankenschwester" angeht, zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einlegen. Während dieser Zeit will sie im Kinderhospiz Löwenherz mithelfen, einem Betreuungs- und Pflegeort für unheilbar kranke Kinder und Erholungsstätte für deren Familien.

"Ich wollte nicht sofort weiterlernen, sondern erst einmal ein Jahr lang Berufserfahrung sammeln", begründet Schmidt ihre Entscheidung. Mit dem FSJ habe sie die Möglichkeit, vorher in den Beruf "hineinzuschnuppern" und die Arbeit als Kinderkrankenschwester näher kennenzulernen. Über ein Schülerpraktikum habe sie bereits erste Erfahrungen gemacht, die ihr gut gefallen hätten. "Zuerst habe ich es beim Krankenhaus versucht", erzählt Schmidt. Im Klinikum Links der Weser werde ein FSJ jedoch erst seit Kurzem angeboten. Da habe sie ihren Platz beim Kinderhospiz Löwenherz bereits gehabt.

Die Anforderungen seien im Kinderhospiz allerdings noch etwas andere als beispielsweise in einem gewöhnlichen Krankenhaus. In letzterem müsse man sich um viele Patienten gleichzeitig kümmern, während die Betreuung im Kinderhospiz viel individueller angelegt sei. Nicht nur Pflege und Versorgung würden zu den Aufgabenbereichen gehören, sondern auch mit den Kindern zu spielen, zu basteln oder sich anderweitig den ganzen Tag über mit ihnen zu beschäftigen. Außerdem kämen vorwiegend sterbenskranke Kinder dorthin, weshalb der Umgang mit ihnen dort ein vollkommen anderer sei. "Medizinische Dinge darf ich dann noch nicht machen", erklärt Schmidt. "Dafür habe ich immer Ansprechpartner, die das übernehmen".

Ob sie etwas aus ihrer Schulzeit vermissen werde? Bei der Frage fängt Birthe Schmidt an zu lachen und schüttelt den Kopf. "Ich bin froh, wenn ich fertig bin. Viele sagen ja, dass sie die Zeit wahrscheinlich vermissen werden. Ich bin eher diejenige, die etwas Praktisches machen muss - und nicht immer nur lernen."

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