Pilzsammler Wolfgang Pankalla

Seltene Funde am Waldboden

Wolfgang Pankalla von den Naturfreunden Hachetal ist bei jedem Wetter auf den Spuren der Natur unterwegs. Und er entdeckt dabei immer etwas. In Bassum stieß Pankalla jetzt auf einen ungewöhnlichen Pilz.
09.11.2016, 00:00
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Von Maurice Reding
Seltene Funde am Waldboden

Wolfgang Pankalla hat sich mit mehreren Büchern Wissen über die verschiedenen Pilzarten angeeignet.

Janina Rahn

Wolfgang Pankalla von den Naturfreunden Hachetal ist bei jedem Wetter auf den Spuren der Natur unterwegs. Und er entdeckt dabei immer etwas. In Bassum stieß Pankalla jetzt auf einen ungewöhnlichen Pilz.

Besonders leidenschaftlich sammelt Pankalla aber Pilze. Als er für zwei Tage mit dem Pilzkundler Knut Wödecke in den „Urwäldern“ zwischen Weser und Ems unterwegs war, fanden die beiden zusammen 160 Pilzarten. Auch in Bassum stieß er auf einen Pilz. Allerdings nicht auf irgendeinen, wie er berichtet: „Ich dachte erst ein Hund hätte dort sein Geschäft verrichtet. Dann stellte sich jedoch heraus, dass es ein Trüffel mit dem Namen Geopora cooperi ist. Von diesem Pilz wurden bis dahin nur zwei in ganz Deutschland und noch keiner in Niedersachsen gefunden.“

Für die Wissenschaft

Die gefundenen Pilze gibt Pankalla Experten, die diese wiederum trocknen und im Archiv einlagern, um sie dann der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. „Das ist schon ein ganz großes Gefühl“, findet der 77-Jährige, der seit 1954 Mitglied bei den Hachetaler Naturfreunden ist. Wolfgang Pankalla betont jedoch, dass er ohne die Spezialisten in der Pilzgruppe des Naturwissenschaftlichen Vereins Bremen und weiterer Experten aus dem ganzen Bundesgebiet „ein Nichts wäre“, wenn es um die korrekte Benennung der Pilzfunde gehe.

Bei seinen Touren ist Pankalla viel herum gekommen. So ist er in Spanien als „Pastor honorario de las Canadas reales“ (übersetzt: Ehrenhirte der königlichen Viehtriebswege) und für seine Schutzarbeit mit niedersächsischen Naturfreunden für Tiere wie Adler, Geier oder Kraniche ausgezeichnet worden. Auch den Kilimandscharo, mit etwa 5900 Metern der höchste Berg Afrikas, hat er schon bestiegen. Auf seinen Reisen hatte er stets den eigenen Fotoapparat dabei.

Aber nicht, um Fotos von sich oder seinen Begleitern zu schießen, sondern um die Landschaft wie Blumen zu fotografieren. „Die Natur stand im Vordergrund“, so Pankalla. Den zahlreichen Schnappschüssen, die er auf seinen Touren schoss, ging er dann auch direkt nach, wie er weiter erzählt: „Ich habe mir dann Bücher angeschafft, um zu wissen, welche Pilze ich fotografiert habe.“

In diesem Jahr konnte Pankalla mit dem vermutlichen Fund einer „Breitblättrigen Glucke“ im Raum Sulingen seine Pilzsammlung erweitern. Den Tipp für diese Pilzart bekam er von Beate und Reinhold Feldermann von den Naturfreunden. Die vielen Pilzfunde in den vergangenen Jahren verdanke Pankalla nach eigenen Angaben vor allem den Helfern in der Pilzgruppe des Naturwissenschaftlichen Vereins Bremen und dem Pilzkundler Knut Wöldecke.

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