Internationales Tanzfest des Kulturvereins Granatapfel mit 40 Aktiven / 2011 sollen polnische Gäste dabei sein Senioren sorgen für eine volle Tanzfläche

Stuhr-Brinkum. Dass Senioren sich zum Kaffeetrinken treffen, ist erstmal nichts ungewöhnliches. Dass dabei auch noch ganz viel getanzt wird, dagegen schon. Doch das gemeinsame Hobby erleichtert nicht nur die Kontaktaufnahme, sondern hält auch noch fit. Kein Wunder also, dass der 1. Internationale Tag des Seniorentanzes am Sonntag im Brinkumer Lohmann-Haus ein voller Erfolg war. Mehr als 40 Aktive waren der Einladung des Kulturvereins Granatapfel in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule gefolgt.
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Von Claudia Gilbers

Stuhr-Brinkum. Dass Senioren sich zum Kaffeetrinken treffen, ist erstmal nichts ungewöhnliches. Dass dabei auch noch ganz viel getanzt wird, dagegen schon. Doch das gemeinsame Hobby erleichtert nicht nur die Kontaktaufnahme, sondern hält auch noch fit. Kein Wunder also, dass der 1. Internationale Tag des Seniorentanzes am Sonntag im Brinkumer Lohmann-Haus ein voller Erfolg war. Mehr als 40 Aktive waren der Einladung des Kulturvereins Granatapfel in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule gefolgt.

Und es hätten noch viel mehr sein können. Katja Schauland, Vorsitzende des Vereins, und Seniorentrainerin Christa Schöningh mussten einigen interessierten Gruppen deshalb auch zumindest für dieses Jahr eine Absage erteilen. Denn mit rund 40 Teilnehmern war das Lohmann-Haus schon proppevoll, und ein wenig Platz zum Tanzen musste ja auch noch bleiben. 'Nächstes Jahr machen wir das dann in einem größeren Rahmen, vielleicht auf Gut Varrel', schmiedete Katja Schauland schon Pläne.

Dass es den Internationalen Tag des Seniorentanzes jetzt auch in Stuhr gibt, hat vor allem mit Christa Schöningh zu tun. Sie ist Mitglied im Bundesverband Seniorentanz und der veranstaltet jedes Jahr im Oktober dieses Tanzfest. Auch in Stuhr gab es schon passende Veranstaltungen dazu, aber nun zum ersten Mal in einem festen Rahmen.

Aus der ganzen Umgebung waren Tanzgruppen dazu nach Brinkum gereist. Mit von der Partie waren etwa zwei Gruppen unter der Leitung von Annegret Castens (aus Ganderkesee und aus Moordeich) sowie eine Gruppe der Tanzschule Laufmann aus Weyhe und natürlich die Brinkumer Tänzer selbst. Und nachdem sich alle Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, ging es auch gleich auf die Tanzfläche. Annegret Castens und Christa Schöningh teilten die Tänzer, hauptsächlich Frauen, in zwei große Kreise auf. Gemeinsam wurden die passenden Schritte zum Stück 'Zajecarka/ Kolo' eingeübt und dann auch gleich zur Musik getanzt. Anschließend ging es in einem großen Kreis weiter. Zusammen wurde der 'Texasstern' getanzt. Nach dem gemeinsamen Start präsentierten dann die einzelnen Gruppen ihr Können. Zuerst präsentierte sich die Gruppe Laufmann, und die anderen Tänzer im Publikum klatschten sofort fröhlich mit.

Ein besonderer Programmpunkt des Tanzfestes war dann der Auftritt von Meike Hommel, die Welttänze und indische Tänze zeigte. 'Da war es mucksmäuschenstill, und alle Senioren waren begeistert', schilderte Christa Schöningh die Reaktionen. International war das Fest aber noch aus einem anderen Grund. Denn Schöningh hatte die lettische Tanzpädagogin Laimdota Andersone mitgebracht. Beide haben sich über Schöninghs Engagement im Förderkreis Madona (Madona ist die lettische Partnerstadt von Weyhe) kennengelernt. Laimdota Andersone interessierte sich sehr für die Seniorenarbeit und hat mittlerweile mit Schützenhilfe von Christa Schöningh im ohnehin tanzbegeisterten Lettland einen Seniorentanzverband aufgebaut. 'Wir sind schon 52 Gruppen', sagte sie. Aus Deutschland wird sie nun weitere Eindrücke in Sachen Seniorentanz mit nach Hause nehmen und in ihre Arbeit einfließen lassen. 'Aber ohne die lettischen Wurzeln zu verlieren', betonte Christa Schöningh diesen entscheidenden Aspekt der

interkulturellen Arbeit.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lettland will Christa Schöningh nun auch mit Stuhrs polnischer Partnerschaft Ostrzeszów fortführen. Einmal war sie schon da, und im November fährt sie zusammen mit Katja Schauland erneut hin. 'Eine Gruppe gibt es dort schon', so Schöningh. Über das gemeinsame Hobby Tanz sollten die Menschen zusammengebracht werden, ergänzt Schauland. Gleichzeitig solle aber auch ein Bericht erstellt werden, in dem der Umgang mit Tänzen in beiden Ländern dokumentiert wird.

Natürlich sollen die polnischen Tänzer auch nach Stuhr eingeladen werden. Einem noch internationalerem zweiten Tanzfest im kommenden Jahr steht also nichts mehr im Wege.

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