Seniorenbeirat Tarmstedt Christa Ruschmeyer hört auf

In diesem Jahr wird der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Tarmstedt neu gewählt. Die Vorsitzende Christa Ruschmeyer tritt nicht mehr an.
08.06.2022, 20:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Johannes Kessels

Kirchtimke. In diesem Jahr wird der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Tarmstedt neu gewählt. Das kommt in Tarmstedt häufiger vor, da hier im Unterschied zu anderen Gemeinden die Wahlperiode des Seniorenbeirats nicht an die der Gemeinderäte gekoppelt ist, sondern nur drei Jahre währt. Dieses Jahr wird es aber eine Änderung geben, die in jüngster Vergangenheit selten wurde: Es steht ein Wechsel im Amt der oder des Vorsitzenden an.

Die jetzige Vorsitzende Christa Ruschmeyer war in den Gemeinderat von Kirchtimke gekommen, um Interesse an einer Mitarbeit und Kandidatur zu wecken. Der Seniorenbeirat wurde bereits 1989 mit neun Mitgliedern gegründet, Vorsitzende war lange Zeit Frieda Römer. Der Besuchsdienst zu 80. und  höheren Geburtstagen, den sie ins Leben gerufen hat, existiert bis heute, alles andere ist aber langsam eingeschlafen.

2008 reaktiviert

Im Juni 2008 wurde der Seniorenbeirat auf Betreiben des damaligen Samtgemeindebürgermeisters Frank Holle reaktiviert, Christa Ruschmeyer aus Wilstedt wurde Vorsitzende. „Der Vorsitz wurde mir mehr oder weniger übergehängt“, meinte sie. Sie habe aber auch ein sehr brauchbares Team zur Seite.

Der Seniorenbeirat ist ein offizielles Organ der Samtgemeinde mit einer Satzung, die vom Samtgemeinderat beschlossen wurde. Er ist die Vertretung der älteren Menschen gegenüber den Trägern der Altenhilfe und Pflege und stellt die Verbindung zu Seniorenheimen her. Er organisiert aber keine geselligen Veranstaltungen. „Wir wollen doch nicht den Vereinen in unseren Dörfern Konkurrenz machen“, sagte die Vorsitzende. Jedes der 13 Dörfer, aus denen die acht Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Tarmstedt bestehen, soll durch  ein Mitglied im Beirat vertreten sein, das mindestens 60 Jahre alt sein und keine anderen öffentlichen Ämter bekleiden soll. „Die Realität sieht anders aus“, so Ruschmeyer – einige Dörfer fehlen, andere sind doppelt oder dreifach vertreten. Gewählt wird der Beirat auf drei Jahre, alle drei Monate findet eine Sitzung statt.

Zahlreiche Aktivitäten

Unter anderem hat der Beirat dafür gesorgt, dass das Tarmstedter Rathaus selbstöffnende Türen und einen Fahrstuhl bekam und die Ampeln für Fußgänger länger Grün zeigen. Er  hat sich mit Erfolg für den Erhalt der Rettungswache in Tarmstedt eingesetzt, die der Landkreis nach Hanstedt umsiedeln wollte, und ohne Erfolg eine Protestveranstaltung für Tempo 50 vor Ostertimke aus Richtung Zeven auf die Beine gestellt. Es gab Vorträge zur Patientenverfügung und Auto-Fahrtraining für Senioren – für eine Pedelec-Schulung sucht man noch Partner.

Zentraler Raum fehlt

Leider verfüge die Samtgemeinde nicht über einen geeigneten zentralen Raum, bedauert die Vorsitzende. Dort könnte auch Mittagessen angeboten werden oder ein Erzählcafé stattfinden. Dann müsse aber auch der Transport der Teilnehmer organisiert werden. Das dürfte nicht mehr unbedingt hauptsächlich ihre Aufgabe sein. „Ich mache das jetzt seit 14 Jahren, jetzt müssen jüngere Menschen mit neuen Ideen her“, sagte Christa Ruschmeyer. Für die Wahl in diesem Jahr suche man neue Kandidaten. Sie sei zwar bereit, sich noch einmal in den Beirat wählen zu lassen, aber sie werde nicht als Vorsitzende weitermachen. 

Zur Sache

Treffen am 13. Juni

Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Tarmstedt trifft sich am kommenden Montag, 13. Juni,  14 Uhr, zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung im Rathaus Tarmstedt, Hepstedter Straße 9. Dabei wollen die Mitglieder unter anderem über die anstehende Wahl des Gremiums sprechen. Zudem stellt sich der Vorsitzende des Behindertenbeirates im Landkreis Rotenburg vor, es gibt einen Bericht vom Treffen der Besuchsengeltreffen, und es geht um die Vernetzung hilfebedürftiger Menschen mit hilfeanbietenden Menschen. Da montags das Rathaus geschlossen ist, müssen Besucher am Eingang klingeln. Außerdem muss wegen Corona im Haus eine Maske getragen werden, sie kann am Sitzplatz abgenommen werden.

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