Heiligenroder Grundschüler haben während ihrer Projektwoche ein Hilfsprojekt für Waisenkinder in Tansania organisiert

Sie basteln, um zu helfen

Stuhr-Heiligenrode. Sie schneiden und kleben, malen und pinseln, basteln und drucken: Wer in dieser Woche in der Grundschule Heiligenrode vorbeischaut, findet lauter Kinder vor, die eifrig Kunstwerke erstellen. Linoldruckbilder, um genau zu sein.
27.06.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Sie basteln, um zu helfen
Von Justus Seebade
Sie basteln, um zu helfen

Die Kinder der Grundschule Heiligenrode haben Linoldrucke in allen möglichen Farben kreiert. Diese wollen sie nun verkaufen – und den Erlös an ein Waisenhaus in Tansania spenden.

Udo Meissner

Sie schneiden und kleben, malen und pinseln, basteln und drucken: Wer in dieser Woche in der Grundschule Heiligenrode vorbeischaut, findet lauter Kinder vor, die eifrig Kunstwerke erstellen. Linoldruckbilder, um genau zu sein. So beschreibt es jedenfalls die Viertklässlerin Aylin, die auch fleißig mitmacht.

Die Schüler werkeln in dieser Woche aber nicht nur aus Spaß an der Freude. Ihre Bastel-Orgie unter der künstlerischen Leitung von Eric Guinebert von der Kunstschule Stuhr hat einen ganz bestimmten Grund, ein ganz bestimmtes Ziel: den Tag der offenen Tür, der am heutigen Freitag zum Ende der Projektwoche der Heiligenroder Grundschule ansteht.

Von 15 bis 17 Uhr präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse. Dazu gehören auch die Linoldruckbilder, die Bestandteil eines Hilfsprojektes für Kinder in Tansania sind. Die Kinder wollen die Bilder verkaufen und den Erlös an eine Hilfsorganisation spenden, die Waisenkinder in Tansania unterstützt.

Seit Beginn des Halbjahres hat sich die Hochbegabtenförderung der Schule eine Stunde pro Woche mit dem Thema beschäftigt, ehe es in dieser Woche in die heiße Phase ging. Das Besondere dabei: Die Schüler haben die Inhalte des Hilfsprojektes weitestgehend selbst auf die Beine gestellt. „Ich leite sie nur an und halte mich im Hintergrund“, betonte Sabine Heinecke, die das Projekt als Lehrerin betreut.

Sie erkläre den Kindern beispielsweise, wie man Preise macht – die Umsetzung übernähmen die Lütten jedoch selbst. „Die Kinder brauchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Und das Projekt ist so eine Aufgabe“, meinte Heinecke.

Dass sich das Projekt auf Tansania bezieht, ist auf den Kontakt zwischen Heinecke und der Sprachheilpädagogin Angela Voßberg aus Syke zurückzuführen. Voßberg hatte zu Beginn des Jahres einen Monat in dem Waisenhaus verbracht und sich so einen Eindruck über die Zustände in Tansania verschafft. „Was wir für selbstverständlich halten, ist es dort lange nicht“, hat die Sykerin beobachtet. Das Waisenhaus sei komplett auf Spenden angewiesen.

Um die Bedingungen vor Ort zu verbessern, wollen nun auch die Heiligenroder Grundschüler ihren Teil beitragen. „Es ist schön, wenn man anderen Kindern hilft und das Gefühl hat zu teilen“, sagte der Drittklässler Sean.

Während des Nachmittags sammeln die Schüler nicht nur mit dem Verkauf ihrer Bilder Geld für Tansania, sondern auch mit einem Flohmarkt. Zudem sollen die Erlöse der Cafeteria in das Hilfsprojekt einfließen.

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