Christa Schöningh ist seit 1973 vielfältig ehrenamtlich aktiv / Jetzt ist sie dafür ausgezeichnet worden "Sie ist eine Vollblut-Kulturschaffende"

Stuhr-Brinkum. Eigentlich ist dieser Artikel viel zu kurz, um darin alle ehrenamtlichen Tätigkeiten von Christa Schöningh unterzubringen. Die 72-jährige hat seit 1973 an vielen Stellen mitgewirkt, war oft sogar Initiatorin. So vielfältig ihr Engagement aber auch war, das Zusammenbringen von Menschen stand dabei immer im Mittelpunkt. Für ihr Engagement ist Christa Schöningh vor Kurzem bei einem Empfang der niedersächsischen Landesregierung ausgezeichnet worden.
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Von Claudia Ihmels

Stuhr-Brinkum. Eigentlich ist dieser Artikel viel zu kurz, um darin alle ehrenamtlichen Tätigkeiten von Christa Schöningh unterzubringen. Die 72-jährige hat seit 1973 an vielen Stellen mitgewirkt, war oft sogar Initiatorin. So vielfältig ihr Engagement aber auch war, das Zusammenbringen von Menschen stand dabei immer im Mittelpunkt. Für ihr Engagement ist Christa Schöningh vor Kurzem bei einem Empfang der niedersächsischen Landesregierung ausgezeichnet worden.

"Man muss etwas für die Gesellschaft tun", sagt Christa Schöningh. Das habe sie schon von ihrer Großmutter vermittelt bekommen. Und auch, dass im freiwilligen Engagement viel Freiheit liege - im Gegensatz zum Beruf. Diese Freiheit war Christa Schöningh immer wichtig. "Wenn ich eine andere Vorstellung hatte, bin ich gegangen", sagt sie. Dadurch sei sie aber auch immer offen für neue Aufgaben gewesen.

Alles begann mit dem Umzug der Familie Schöningh von Bremen nach Brinkum. In der Hansestadt hatte Christa Schöningh Erfahrungen als Spielplatzleiterin gesammelt. Die wollte sie in Brinkum einbringen und gründete 1973 die Elternspielplatzinitiative Wilhelm-Raabe-Straße. "Das muss ein betreuter Spielplatz werden", habe sie sich gedacht. Praktisch funktionierte das so, dass Christa Schöningh zum Beispiel auf dem Spielplatz Gitarre spielte und so schnell Zulauf von Kindern hatte.

Mit dem Alter ihrer beiden Kinder veränderte sich auch ihr Engagement. 1983 war Schöningh Mitglied im Beirat des Jugendhauses Brinkum, im gleichen Jahr rief sie beim FTSV Jahn Brinkum Kinder- und Jugendtanzgruppen ins Leben. In dieser Funktion organisierte sie auch mehrere Austausche mit Ungarn. Die Erfahrung mit Menschen aus anderen Ländern sei sehr bereichernd. "Wir können alle viel voneinander lernen", findet Schöningh. Der internationalen Friedensarbeit hat sie sich bis heute verschrieben, mittlerweile im Bereich des Seniorentanzes. Zusammen mit ihrer Freundin Laimdota Andersone hat sie auch in Lettland Tanzgruppen aufgebaut.

Christa Schöningh hat sich aber nicht nur für die Verständigung zwischen den Völkern, sondern auch für das Miteinander der Generationen und von Menschen mit und ohne Behinderung eingesetzt. Ab 1988 baute sie die bis heute bestehende Tanzgruppe Vergissmeinnicht auf, ein Tanzprojekt mit Behinderten und Nichtbehinderten. 2004 war sie Mitbegründerin des Brinkumer Mehrgenerationenhauses.

Ihr neuestes Projekt ist der Kulturverein Granatapfel, den sie 2009 mit Katja Schauland gegründet hat. "Kultur vor Ort" lautet der Leitspruch, dem sich die beiden Frauen verschrieben haben. Und die jüngere Vorsitzende Katja Schauland ist froh, Christa Schöningh mit an Bord zu haben. "Sie ist eine Vollblut-Kulturschaffende", sagt Schauland. Schöningh ist wiederum froh, in der Jüngeren eine Gleichgesinnte und potenzielle Nachfolgerin für ihr Engagement gefunden zu haben. "Sie ist wie ein Geschenk und ein neuer Ansporn", sagt Schöningh und zitiert dazu ein lettisches Sprichwort: "Väterchen legt die Stege, damit Kindchen darüber gehen kann."

Schauland war es auch, die Schöningh beim Landkreis Diepholz für die Ehrung der Landesregierung vorgeschlagen hat. Der Landkreis hat dem Vorschlag gerne entsprochen und ihn nach Hannover weitergeleitet. Gemeinsam sind die Frauen auch zum Empfang auf Gut Remeringhausen in Stadthagen gefahren. "Es war eine unglaubliche Breite an ehrenamtlich aktiven Menschen dabei. Es war wunderschön zu sehen, wo und wie sich Menschen engagieren können", so Christa Schöningh.

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