Automuseum in Asendorf zeigt neben Modellen einen Fotoüberblick Sonderausstellung zu Ehren Borgwards

Asendorf. Wer das Asendorfer Automuseum betritt – was seit dem 1. Mai wieder möglich ist –, der kann sich auch verschiedene Borgward-Modelle in aller Ruhe anschauen. In diesem Jahr allerdings werden diese zum Mittelpunkt einer Ausstellung. Denn: 2013 jährt sich der Todestag von Carl F. W. Borgward zum 50. Mal.
07.05.2013, 05:00
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Sonderausstellung zu Ehren Borgwards
Von Micha Bustian

Asendorf. Wer das Asendorfer Automuseum betritt – was seit dem 1. Mai wieder möglich ist –, der kann sich auch verschiedene Borgward-Modelle in aller Ruhe anschauen. In diesem Jahr allerdings werden diese zum Mittelpunkt einer Ausstellung. Denn: 2013 jährt sich der Todestag von Carl F. W. Borgward zum 50. Mal.

"Vom Blitzkarren zum P 100. Borgward, ein Pionier des deutschen Automobilbaus." Unter diesem Motto steht die Präsentation. Die Verantwortlichen des Automuseums Asendorf widmen dem begnadeten Auto-Designer eine Sonderausstellung mit einem großen Fotoüberblick über die Modelle, die Borgward von 1924 bis 1961 auf den Markt brachte. Als viertgrößter Autohersteller Deutschlands, so die Angaben der Veranstalter, war er der kreativste Macher und seiner Zeit weit voraus.

Angefangen habe bei Borgward alles 1924/25 mit dem Blitzkarren, einem dreirädrigen Nutzfahrzeug, das ursprünglich für den Transport von Material auf dem Werksgelände entwickelt wurde. Später habe unter anderem die Reichspost ein Kontingent gekauft und in Bremen damit die Briefkästen geleert. Als Weiterentwicklung sei der Goliath gefolgt, der auch im Automuseum Asendorf zu besichtigen ist und mit dem so mancher Handwerker und Gemüsehändler über die Straßen tuckerte.

"1959 sprach man vom erfolgreichsten Jahr bei Borgward", teilte Bärbel Rädisch vom Automuseum in einer Ankündigung mit. Der Umsatz sei größer gewesen als der Bremer Staatshaushalt und der Umsatz der Bremer Schiffbauindustrie zusammen. Doch ein Jahr später sei das Exportgeschäft eingebrochen. Dazu habe sich ein weiteres im Automuseum Asendorf zu bestaunendes Modell als Sorgenkind erwiesen: die Arabella. Sie sei nicht wasserdicht gewesen. Die Halden mit unverkauften Autos seien gewachsen, der hohe Lagerbestand habe ein Millionenloch in die dünne Kapitaldecke gerissen.

Hinter Glas präsentieren die Macher des Automuseums Modellautos sowie seltene Exponate aus Sammlerhand. Passend zur Sonderausstellung seien auch die Neuzugänge in dieser Saison: So erstrahlen ein Lloyd Alexander TS in Gelb, ein Hansa 1100 in Kirschrot und das Isabella Coupé in Weiß. Mit mehr als 20000 Mitarbeitern habe Carl F. W. Borgward in seinen Bremer Fabriken mehr als eine Million Fahrzeuge hergestellt. 1959 habe der luftgefederte große Borgward P 100 die Schaffensperiode Borgwards beendet, am 28. Juli 1963 starb er im Alter von 73 Jahren. Das Automuseum Asendorf ist noch bis zum 3. Oktober geöffnet – sonnabends von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 10 und 18 Uhr. Einer der alljährlichen Höhepunkte wird am 2. Juni ab 9 Uhr wieder das Oldtimertreffen mit Teilemarkt auf dem Gelände an der Bundesstraße 6 sein. Erwachsene zahlen dafür inklusive Museumsbesuch sechs Euro, Jugendliche ab zwölf Jahre drei Euro, und für Kinder ist der Eintritt frei. Wie in den Jahren zuvor haben Fahrer von Oldtimern und ein Beifahrer ebenfalls freien Eintritt. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.museum-asendorf.de.

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