Rolf von der Thüsen un der Verein Safi sammeln für einen Transporter für das Krippenprojekt "Al Karam" Spenden für ein Kinderheim in Marokko

Von Karin Neukirchen-Stratmann
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Von Karin Neukirchen-Stratmann

Normannshausen. Der Verein Safi, im März letzten Jahres gegründet (wir berichteten), sammelt Spenden für das Kinderheim-Projekt "Al Karam" im marokkanischen Safi. "Al Karam", so erklärt Vereinsgründer Rolf von der Thüsen aus Normannshausen, "bedeutet Großzügigkeit".

Das Heim ist Anlaufstelle für in Not geratene Kinder und Jugendliche. "Armut hat in Marokko viele Gesichter. Wenn ein Kind hier den sozialen Rückhalt verliert, muss es sich als Straßenkind unter kaum vorstellbaren Bedingungen durchschlagen, wird zum Opfer von Ausbeutung und Gewalt", erzählte Rolf von der Thüsen, der beruflich seit zwölf Jahren viel in Marokko unterwegs ist, aus seinen Erfahrungen. "Al Karam" ist eine anerkannt gemeinnützige Einrichtung, die in jahrelanger mühevoller Arbeit für diese Kinder und Jugendlichen ein Haus geschaffen hat, in denen sie Schutz, Essen, Beratung und konkrete Hilfe finden. Die Mitarbeiter von "Al Karam" bemühen sich, den Kindern über die unmittelbare Versorgung mit Lebensmitteln hinaus, auch eine Perspektive für ihr weiteres Leben zu bieten. Sie erhalten Unterricht und können in hauseigenen Werkstätten und Arbeits-Projekten, die der weiteren Ausgestaltung des Hauses dienen, grundlegende handwerkliche Fertigkeiten erlernen.

55 Stunden für 4000 Kilometer

Bereits zweimal war Rolf von der Thüsen in Safi, hat zuletzt im Mai dieses Jahres mit seiner Tochter Alexa die strapaziöse Reise mit einem Transporter und zahlreichen Spenden nach Safi unternommen. "Wir waren 55 Stunden unterwegs, insgesamt sind es 4000 Kilometer." Mittels der Übersetzungshilfe von Azzedine Maatof, einem Geschäftspartner von Rolf von der Thüsen, konnte er sich einen Überblick über das Kinderheim und die Arbeit dort machen. Der Leiter des Heimes, Rachid Quadnouni, führte die Deutschen herum, nachdem auch die Kinder geholfen hatten, die zahlreichen Sachspenden aus dem Auto auszupacken. Im Keller konnte Rolf von der Thüsen die neu eingerichtete Töpferwerkstatt besichtigen. "Hier lernen die Kinder den Umgang mit Ton und das Brennen der gefertigten Tonteile", schreibt er in seinem Reisebericht. Safi, das heißt übersetzt "Stadt der Töpfer".

Nun hat sich der Heimleiter erneut an den Verein Safi gewendet. "Al Karam" möchte ein Krippenprojekt ausbauen, das bereits läuft, aber weitere Bausteine erhalten soll, und zwar mit einem Ausbildungsangebot für Mütter mit Kindern in Notlagen sowie mit einem Transporter, mit dem Kinder in die Krippe gefahren werden können, der für Ausflüge genutzt werden kann, und der für Familien-Hausbesuche, Fahrten zum Arzt und ähnliches genutzt werden soll. Für diesen Transporter werden Spenden benötigt, die Rolf von der Thüsen derzeit akquiriert. "Anfang 2011 werde ich dazu auch Gespräche mit VW in Hannover führen", erklärt der Normannshauser. Es solle kein Neufahrzeug sein, auch ein gebrauchter Transporter könne angeschafft werden. Dennoch sind dafür mehrere Tausend Euro notwendig, die nun gesammelt werden.

Wer mehr wissen und die Arbeit des Vereins Safi unterstützen möchte, kann sich unter 04255/982473 bei Rolf von der Thüsen informieren, oder eine Email schreiben an info@safi-ev.de. Infos gibt es auch im Internet unter www.safi-ev.de.

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