Seckenhauser Paar vertreibt Happy Bags – mit denen sogar TV-Köche ihre kleine Kundschaft überraschen

Spielspaß für ruhigen Restaurantbesuch

„Im Detail und in der Kombination liegt der Unterschied.“ Sven Baudach Stuhr-Seckenhausen.
19.11.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Edyta Brümmer
Spielspaß für ruhigen Restaurantbesuch

Die Kleinen sollen Platz nehmen und spielen: Melanie Kudling und ihr Lebensgefährte Sven Baudach haben ihre Happy-Bag-Idee umgesetzt und beliefern nun von Seckenhausen aus Kunden in Deutschland und Österreich mit der Überraschungsbox für Kinder.

Udo Meissner

Eltern kennen das nur zu gut: Beim Restaurantbesuch langweilt sich das Kind und quengelt oder dreht seine Runden zwischen den Tischen. Die Konsequenz sieht meistens so aus: Es wird schnellstmöglich aufgegessen und ab geht’s wieder nach Hause – bevor der Kleine noch die Servicekraft anrempelt und die Stimmung völlig im Eimer ist.

Anders soll ein Abend mit Happy Bags ablaufen, die Melanie Kudling und Sven Baudach aus Seckenhausen vertreiben. Bisher ist das Paar mit ihrer Geschäftsidee so erfolgreich, dass sogar TV-Köche in ihren Restaurants ihre kleinen Gäste mit der Speilzeugbox verwöhnen. Und nicht nur Dienstleister in Deutschland sondern auch in Österreich zu ihren Kunden zählen.

Derzeit ist beim Unternehmen Meilies (Mein liebstes Spielzeug) der Happy Bag das erfolgreichste Projekt. „Zu unseren Kunden gehören Hotels, Küchenstudios, Autohäuser, Restaurants, Möbelhäuser – im Grunde alle möglichen Dienstleister“, sagt Inhaberin Melanie Kudling. Die Idee dahinter ist einfach: In einer bunten Pappbox befinden sich kleine Spielutensilien, wie zum Beispiel ein Mal-Set bestehend aus einen Ausmalbuch und Buntstiften, eine Figur, Aufkleber oder ein Gedächtnis- beziehungsweise Knobelspiel. Erhältlich sind die Bags in zwei Größen, kategorisiert nach Geschlecht und eingeteilt in drei Altersgruppen für Kinder von 18 Monaten bis acht Jahren. Die Happy Bags seien nicht nur in großen Mengen für Dienstleister erhältlich, sondern auch im Achter-Set zu bekommen. „Es ist eine schöne Alternative zur Schokolade, die man Kindern gern mitbringt oder als Gastgeschenk für die kleinen Besucher bei Kindergeburtstagen“, so Kudling.

„Wir haben das Rad mit unseren Happy Bags nicht neu erfunden, das ist mir klar“, sagt Sven Baudach. Der Familienvater ist für den Vertrieb der Boxen bei Meilies zuständig. Etwas in ähnlicher Form hätte es zwar schon gegeben, aber nicht in dieser Wertigkeit. „Im Detail und in der Kombination liegt der Unterschied“, so der 45-Jährige. „Dass besonders viel Wert auf Qualität bei Spielsachen gelegt wird, haben wir bei unseren Spielzeugpartys erfahren“, fügt er hinzu. Dabei handelt es sich um Verkaufsveranstaltungen, die ähnlich wie Tupper-Partys ablaufen – nur eben mit Spielzeug. „Momentan sind wir Marktführer bei Spielzeugpartys“, fügt Melanie Kudling hinzu, die Meilies vor vier Jahren als reinen Online-Shop gegründet hat. Später kam neben den Partys noch ein Ladenlokal an der Studtriede 79 in Brinkum dazu. Doch momentan würde dies nur noch auf Anfrage geöffnet werden – „es lohnt sich einfach nicht, die jüngere Generation trifft ihre Kaufentscheidungen meist abends auf dem Sofa“, sagt sie.

Die jüngste Geschäftsidee, die die Happy Bags betrifft, soll nicht nur Kinder und deren Eltern glücklich machen, sondern auch diejenigen, die es anbieten. „In Restaurants kann der Kellner beim Aufnehmen der Getränkewünsche den Namen des Kindes erfragen und den auf die Happy Bag schreiben, denn die ist personalisierbar“, erklärt Baudach. Zudem sind in den Pappkarton passende Löcher vorgestanzt, in die eine Visitenkarte passt. „Dort kann der Gastronom seine Karte oder einen Gutschein platzieren“, so Baudach weiter. Zudem hätte der Wirt einen Vorteil davon, wenn sich seine Gäste wohl fühlen und lange in seinem Lokal aufhalten würden.

Gleichzeitig sei die Verpackung sinnvoll, um das Spielzeug – sobald das Essen kommt – wieder zurück zu packen, und so Platz auf dem Tisch zu schaffen, erklärt das Unternehmerpaar, das sich auch die bunte Gestaltung der Bag selbst ausgedacht hat. Hilfe bekommen Melanie Kudling und Sven Baudach zudem von ihrer fünfjährigen Tochter Amelie: „Sie testet die Spielsachen vorher“, erzählt Melanie Kudling. Kürzlich seien sie mit einem befreundeten Paar, das ebenfalls ein Kind hat, in einem Restaurant gewesen und hätten Happy Bags mitgenommen. „Und man glaubt es kaum, wir haben tatsächlich drei Stunden dort verbringen können“, erinnert sie sich.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+