Tierheim Arche Noah Spike hat eine traurige Geschichte hinter sich

Stuhr. Spike hat seine Chance genutzt. Denn fast wäre der Hund eingeschläfert worden. Doch dann kam der völlig abgemagerte Rüde ohne jegliches Vertrauen zu Menschen ins Tierheim Arche Noah. Dort wurde der Hund aufgepäppelt und wartet auf einen neuen Besitzer.
02.04.2010, 08:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Claudia Gilbers

Stuhr. Spike hat seine Chance genutzt. Denn fast wäre der Hund eingeschläfert worden. Doch dann kam der völlig abgemagerte Rüde ohne jegliches Vertrauen zu Menschen ins Tierheim Arche Noah. Dort wurde der Hund aufgepäppelt, sodass er nun nicht nur körperlich in besserer Verfassung ist, sondern auch seine Angst ein wenig abgelegt hat. Nun werden liebevolle Besitzer für ihn gesucht.

Die tragische Geschichte des Hundes begann im Ammerland. Dort lebte der heute etwa zweijährige Rüde zusammen mit anderen Hunden auf einem Werksgelände. Doch dann machte die Firma pleite. Alles wurde verkauft, nur die Hunde wurden auf dem Gelände vergessen. Als der neue Eigentümer dann nach einiger Zeit auf das Gelände kam, entdeckte er dort die verwahrlosten und abgemagerten Hunde. Die Tiere hatten Regen und Kondenswasser getrunken und waren so nicht verdurstet.

Der Gesundheitszustand der Tiere war dennoch sehr schlecht. 'Es wurde überlegt, ob man einige einschläfert', sagt Hundetrainerin Judith Borck, die öfters mit dem Tierheim Arche Noah zusammenarbeitet und sich jetzt auch um Spike kümmert. Doch dann habe man sich entschlossen, den Tieren noch eine Chance zu geben. Spike lebt jetzt seit fünf Wochen im Tierheim Arche Noah. 'Und er hat riesige Fortschritte gemacht', sagt Judith Brock. Der Mix aus belgischem und deutschem Schäferhund hat auch seine Angst vor Menschen etwas abgelegt. 'Man braucht erstmal Geduld mit ihm, dann kommt er schon aus sich heraus', hat auch Tierheimleiter Stefan Kirchhoff beobachtet.

Für Spike geeignet sind vor allem sportliche Menschen. 'Denn er braucht ordentlich Bewegung', sagt Judith Brock. Agility sei zum Beispiel zu empfehlen. In dem Haushalt, in dem Spike leben wird, sollte es auch nicht zu hektisch zugehen. Von kleinen Kindern raten die beiden Experten auch ab. Mit Kindern ab etwa zehn Jahren dürfte es aber keine Probleme geben. Mit Artgenossen versteht sich der Hund auch gut. Menschen, die Spike bei sich aufnehmen, bietet das Tierheim außerdem eine Nachsorge in Form von gemeinsamen Trainingsstunden an.

Wer Interesse an dem Hund hat, sollte mit den Mitarbeitern des Tierheims Arche Noah, Rodendamm 10 in Stuhr-Brinkum, Kontakt aufnehmen. Telefonisch ist die Arche Noah von montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter 0421/890171 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es außerdem dienstags, mittwochs, freitags und sonnabends von 15 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr direkt vor Ort am Rodendamm. Dann ist auch eine erste Kontaktaufnahme mit dem eventuellen neuen Mitbewohner möglich.

 

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