Mehrere Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Stuhr solidarisiert sich

Stuhr. Alljährlich am 25. November ist es soweit: Dann wird weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen, der auf eine Initiative der Organisation Terre des Femmes zurückgeht.
18.11.2016, 00:00
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Stuhr solidarisiert sich
Von Eike Wienbarg

Stuhr. Alljährlich am 25. November ist es soweit: Dann wird weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen, der auf eine Initiative der Organisation Terre des Femmes zurückgeht. Auch die Gemeinde Stuhr beteiligt sich in diesem Jahr wieder mit einigen Aktionen an dem Tag.

Wie Nicole Feldmann-Paske, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Stuhr, mitteilt, soll zunächst die Fahne, die auf den Tag aufmerksam macht, vor dem Rathaus gehisst werden. Ab 18 Uhr findet dann eine Veranstaltung in der Brinkumer Bibliothek, Jupiterstraße 1, statt. In einer Ausstellung werden Objekte gezeigt, die Flüchtlingsfrauen anlässlich des Projekts „Integration durch Begegnung mit Sprache und Kunst“ gestaltet haben. Die Gruppe wird von der Stuhrer Künstlerin Anke Nesemann geleitet und läuft in Kooperation mit der Volkshochschule des Landkreises. In der Gruppe versuchen die geflüchteten Frauen, ihre Gewalt- und Fluchterfahrungen zu verarbeiten, berichtet Feldmann-Paske. Auch Männer sind eingeladen, sich zu solidarisieren, sagt sie.

Praktischer soll es dann danach werden. Ab 19 Uhr sind alle interessierten Frauen eingeladen, im Frauentreff „Sie(h) da“ sogenannte Sorgenfresserpüppchen zu gestalten. Unterstützt werden sie dabei von den Frauen des Näh-Cafés des Mehr-Generationen-Hauses in Brinkum unterstützt. Außerdem stellt das Netzwerk gegen häusliche Gewalt seine Arbeit vor. Die Veranstaltung ist ausschließlich für Frauen gedacht.

Solidarisch zeigen möchte sich auch die vom Stuhrer Sprachmittler Hussein Moubarak betreute Flüchtlings-Männergruppe. In der Zeit von 15.30 bis 18 Uhr verteilen sie an verschiedenen Stellen in Brinkum Postkarten, auf denen sie sich von den Taten in der Silversternacht in Köln distanzieren und eine Dankesbotschaft an die deutsche Gesellschaft senden. Außerdem sollen auch landkreisweit wieder in Kooperation mit Bäckereien Brötchentüten mit Aussagen gegen Gewalt verkauft werden, sagt Feldmann-Paske.

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