'15 Minuten Advent' läuft an / 3300 Päckchen will der Arbeitskreis Kindernothilfe in diesem Jahr verkaufen Tütenkleben für Südafrika

Weyhe-Lahausen. 5000 Euro. Das ist der Wert, den Hannelore Leifeld und ihre Mitstreiter vom Weyher Arbeitskreis der Kindernothilfe überbieten wollen. 5000 Euro wurden im vergangenen Jahr mit der Aktion '15 Minuten Advent' eingenommen, 2500 der Tüten für jeweils zwei Euro haben Leifeld & Co. verkauft. Und: Es sieht gut aus. Für die Adventszeit 2010 haben die Weyher schon mal Material für insgesamt 3300 Tüten bestellt.
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Von NILS HARTUNG

Weyhe-Lahausen. 5000 Euro. Das ist der Wert, den Hannelore Leifeld und ihre Mitstreiter vom Weyher Arbeitskreis der Kindernothilfe überbieten wollen. 5000 Euro wurden im vergangenen Jahr mit der Aktion '15 Minuten Advent' eingenommen, 2500 der Tüten für jeweils zwei Euro haben Leifeld & Co. verkauft. Und: Es sieht gut aus. Für die Adventszeit 2010 haben die Weyher schon mal Material für insgesamt 3300 Tüten bestellt.

Etwa 40 flinke Hände haben sich im Lahauser Gemeindehaus an der Kleiberstraße an die Arbeit gemacht. Darunter sind auch Nina und Alina, beide zehn Jahre alt. Die jüngsten Helfer der Adventsaktion. 'Wir haben gerade angefangen. Besonders kompliziert ist es eigentlich nicht', verrät Alina. Geschickt bereitet sie den Inhalt des nächsten Päckchens vor.

Die Anordnung der Tüten-Bestandteile erfolgt seit zwei Jahren nach einem ausgeklügelten System, erklärt Hannelore Leifeld. 'Das Teelicht nach oben, der Zucker dazwischen, das Weihnachtsgedicht unten. Fehlt nur noch das Lebkuchenherz', zählt die Organisatorin auf. Alles, was für einen besinnlichen Adventsnachmittag nötig ist.

Die Bestandteile der Erfolgsgeschichte sind gleich - bis auf das Gedicht. Das wird jedes Jahr neu ausgewählt. Und natürlich auch an dieser Stelle nicht verraten. Im Jahr 2006 begannen die Mitglieder der Kindernothilfe zum ersten Mal mit der Aktion. Mit im Vergleich zu heute bescheidenen 200 Tüten. Doch das reichte schnell nicht mehr aus. Und so wuchs und wuchs die Anzahl der verkauften Tüten bis, ja bis auf 3300 in diesem Jahr. Wenn alles klappt. 'Schön, dass ihr da seid', ruft Hannelore Leifeld quer durch den Raum. Neuankömmlinge verstärken die Truppe. Beim Fußball würde man wohl vom fliegenden Wechsel sprechen. 'Da steckt richtig Logistik dahinter', erklärt die Vorsitzende mit Blick auf die Tische. Einige Helfer bereiten den Inhalt der Tüten maßgerecht vor, so wie Nina und Alina. Andere kleben die Päckchen zu und wieder andere stapeln sie auf Tischen im Flur des Hauses. '1000 haben wir jetzt', erschallt eine Männerstimme aus dem Vorraum. Es ist gerade 14.30 Uhr. Sie liegen

gut in der Zeit.

Begonnen haben die fleißigen Helfer mit den ersten Vorbereitungen bereits im Juni. 'Klar, das ist schon ein bisschen seltsam, wenn es draußen warm ist und man Adventspakete schnürt', gesteht Hannelore Leifeld. Doch es ist schließlich alles für einen guten Zweck: In diesem Jahr soll der Erlös an das Projekt 'Thandanani' in Südafrika fließen. Dahinter verbirgt sich ein Modell, bei dem Aidswaisen in ihrem gewohnten Umfeld, etwa bei Onkel und Tante oder den Großeltern, untergebracht werden, anstatt in ein Heim zu kommen. 'Diese Menschen brauchen natürlich Geld, um zusätzliche Kinder ernähren zu können.'

Der Preis von zwei Euro geht dabei als Reinerlös an das Projekt: Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich, der Inhalt der Pakete wurde gestiftet. Verkauft werden die '15 Minuten Advent' unter anderem auf den Weihnachtsmärkten in Leeste und Kirchweyhe sowie beim Teekontor in Kirchweyhe. Mehr Informationen gibt es unter www.kindernothilfe-weyhe.de im Internet.

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