Die Stuhrer Bibliothek bietet nach ihrer Sommerpause viel neuen Lesestoff für ihre Besucher Ungewöhnliche Bekanntschaften

Stuhr. Das Team der Stuhrer Bibliothek ist aus der Sommerpause zurück. Ab Montag, 18.
16.07.2016, 00:00
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Ungewöhnliche Bekanntschaften
Von Eike Wienbarg

Stuhr. Das Team der Stuhrer Bibliothek ist aus der Sommerpause zurück. Ab Montag, 18. Juli, können wieder Bücher ausgeliehen werden. Zahlreiche Neuerwerbungen warten schon auf interessierte Leseratten. Mit dabei sind Geschichten über eine ungleiche Freundschaft und eine rätselhafte Bekanntschaft.

Das Bilderbuch „Ein großer Freund“ von Babak Saberi beschäftigt sich mit der unübertrefflichen Kraft der kindlichen Unvoreingenommenheit. Darin bringt ein kleines Rabenmädchen einen neuen Freund mit nach Hause. Aber es ist kein gewöhnlicher Freund, sondern ein Elefant. Die Rabenmutter kann es nicht fassen und sieht nur Probleme. Das Rabenmädchen ist erstaunt über die Reaktion ihrer Mutter. Einen Streit? Wird es nicht geben. Probleme mit der Größe? Alles eine Frage der Perspektive, ist sich das Rabenmädchen sicher.

Die Bekanntschaft in Guillaume Mussos Roman „Vierundzwanzig Stunden“ ist noch rätselhafter. Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber auch rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert Lisa Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später begegnen sie sich wieder und Arthur offenbart ihr sein Geheimnis.

Praktisch wird es in dem Sachbuch „Flucht und Trauma: wie wir traumatisierten Flüchtlingen wirklich helfen können“ von Udo Baer. Der Autor beschäftigt sich darin mit der Traumabewältigung. Viele der Asylsuchenden und Flüchtlinge, die in den vergangenen Wochen und Monaten nach Deutschland gekommen sind, sind traumatisiert und ihr Verhalten ist von Traumata geprägt, sagt der Autor. Kinder seien oft verstört oder verstummt, Erwachsene werden aggressiv oder bekommen Angstattacken. Diese Zusammenhänge seien oft nicht bekannt, sodass das Umfeld darauf nicht adäquat reagiert. So komme es häufig zu Konflikten oder bestehende Traumatisierungen verschärfen sich, schreibt der Autor. Das Buch soll ein Verständnis für ein solches Verhalten vermitteln, beschreibt die Symptome von Traumafolgen, erklärt den Hintergrund von Trauma-Prozessen und bietet konkrete Hilfestellungen, mit solchen Verhaltensweisen umzugehen. Menschen, die traumatisierte Flüchtlinge begleiten, erhalten darin Hinweise, wie sie wirksam helfen und die Integration der Flüchtlinge in unserer Gesellschaft fördern können.

Die Stuhrer Bibliothek hat zwei Standorte: In Brinkum (Jupiterstraße 1, Telefon (04 21 / 80 10 02) ist sie regulär dienstags in der Zeit von 11 bis 19 Uhr und freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, in Moordeich (Neuer Weg 11, 04 21 / 56 20 35) können montags von 11 bis 17 Uhr und donnerstags von 11 bis 19 Uhr Bücher entliehen werden. Die Sommerpause endet am 18. Juli.

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