Niedersächsischer Verdienstorden Verdienstkreuz für Meyer: Erst am Anfang des dritten Drittels

Weyhe. Ein Ende seines Engagements ist noch lange nicht in Sicht, darauf legt Wilfried Meyer großen Wert. 'Ich habe früher bei der Polizei viel Hockey gespielt. Und das dritte Drittel hat für mich gerade erst angefangen', erklärte er bei der feierlichen Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens im Weyher Ratssaal.
19.03.2010, 12:51
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Von Nils Hartung

Weyhe. Ein Ende seines Engagements ist noch lange nicht in Sicht, darauf legt Wilfried Meyer großen Wert. 'Ich habe früher bei der Polizei viel Hockey gespielt. Und das dritte Drittel hat für mich gerade erst angefangen', erklärte er bei der feierlichen Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens im Weyher Ratssaal.

Der pensionierte Polizeibeamte und heutige Weyher Gemeindearchivar hat den Orden für sein Engagement gegen die Zerstörung der heimischen Landschaft und für den Erhalt der Gebäude, die das Ortsbild prägen, verliehen bekommen (wir berichteten). Landrat Gerd Stötzel überreichte Meyer das Verdienstkreuz und die Urkunde, die die Unterschrift von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff ziert. Stötzel erklärte in seiner Laudatio vor etwa 35 von Meyers Freunden und Familienmitgliedern: 'Die Gemeinde ist stolz auf Sie. Und Ihre Enkelin, die ist auch ganz stolz auf den Opa, hat sie mir vorhin bestätigt', betonte der Landrat. So eine Auszeichnung sei eben doch mehr wert als ein materielles Geschenk - vor allem dieser Orden. 'Den habe ich in meinen mittlerweile achteinhalb Jahren im Amt erst zweimal verliehen', erklärte Stötzel, 'ich möchte Ihnen auch ganz persönlich sagen, wie viel Respekt und Wertschätzung ich für Sie hege. Seien Sie weiterhin so ein leuchtendes Vorbild.'

Der Geehrte bedankte sich im Anschluss als allererstes bei seiner Ehefrau Ursel und beim Rest seiner großen Familie, die ihn immer unterstützt habe. 'Die Hilfe und die Selbstverständlichkeit hat mich immer bestätigt, dass es richtig ist, was ich mache', so Meyer. Ihm sei immer daran gelegen gewesen, die heile Welt aus seiner Kindheit zu erhalten. 'Ich kann nicht einfach zusehen, wenn das einfach vergeudet wird. Jeder Quadratmeter ist so hochwichtig', betonte Meyer. Seine Vorträge zu Weyhe und seiner Geschichte in Schulen oder Seniorenheimen, vor Neunjährigen oder vor Neunzigjährigen sind ihm sehr wichtig. 'Wenn ich vor 100 Leuten gesprochen habe und nur fünf von ihnen erreiche, sind das schon deutlich mehr, als wenn ich nicht dort gewesen wäre', sagte der Archivar.

Dass noch kein Ende von Meyers Arbeit in Sicht ist, hofft man im Übrigen auch bei der Gemeinde. Jürgen Borchers, stellvertretender Bürgermeister von Weyhe, erklärte: 'Mach? noch ein bisschen weiter für uns, Wilfried!' Der frischgebackene Verdienstkreuzträger wird sich nicht lange bitten lassen, so viel ist sicher.

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