Umfrage: E-Home-Teilnehmer bewerten Elektroautos Viele positive Antworten, aber auch Kritik

Stuhr·Weyhe. Wie sind die Teilnehmer des E-Home-Projektes mit ihren Elektroautos zufrieden? Das wollte der Stromversorger Eon Avacon jetzt wissen und hat die Nutzer der 32 Fahrzeuge befragt. Das Ergebnis: Laut Eon ist die Resonanz überwiegend positiv, doch es gibt auch Kritik.
27.03.2012, 05:00
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Viele positive Antworten, aber auch Kritik
Von Claudia Ihmels

Stuhr·Weyhe. Wie sind die Teilnehmer des E-Home-Projektes mit ihren Elektroautos zufrieden? Das wollte der Stromversorger Eon Avacon jetzt wissen und hat die Nutzer der 32 Fahrzeuge befragt. Das Ergebnis: Laut Eon ist die Resonanz überwiegend positiv, doch es gibt auch Kritik.

Seit fast einem Jahr sind die Elektroautos von Peugeot in Stuhr und Weyhe unterwegs. Sie werden von den Teilnehmern des Forschungsprojektes E-Home gefahren. Wie berichtet sind die beteiligten Haushalte für das Projekt mit Photovoltaikanlagen, neuer Klimatechnologie, intelligenten Stromzählern und eben mit Elektrofahrzeugen ausgestattet worden. Das Projekt läuft über drei Jahre.

"Die erste Bewährungsprobe hat der kleine Elektroflitzer bestanden. Mehr als zwei Drittel der befragten Elektroautofahrer bewerten das Fahrzeug mit gut oder sehr gut", sagt Bianca Lehde vom Team Netzentwicklung Strom bei Eon zu den Ergebnissen der Studie. Befragt wurden die Teilnehmer vom Energieforschungszentrum Niedersachsen im Auftrag von Eon. Mehr als ein Viertel der Befragten kann sich demnach auch vorstellen, künftig ein Elektroauto zu fahren, allerdings eher als Zweitwagen.

So wird der Kleinstwagen offenbar auch bereits jetzt genutzt - als Zweit- oder sogar als Drittwagen überwiegend auf Kurzstrecken bis zu 25 Kilometern. Auch wohl deshalb sei die recht geringe Reichweite des Fahrzeugs von den Befragten dennoch als ausreichend bewertet worden. Doch es kam bei den Ergebnissen auch durch, dass die Befragten eine größere Reichweite durchaus schätzen würden: "Wenn sich die Fahrer allerdings eine Reichweite wünschen könnten, sollte diese möglichst 200 bis 250 Kilometer betragen", so Lehde. Ein weiterer Wunsch der Befragten war eine Schnelllademöglichkeit in unmittelbarer Nähe zur Verlängerung der Reichweite. Der Wunsch traf beim Stromversorger offenbar auf offene Ohren, denn laut Lehde wird dort jetzt an einer Lösung gearbeitet.

Die Umfrageergebnisse bestätigen jedoch auch einen Bericht des WESER-KURIER von Anfang Februar. In dem Artikel hatten Teilnehmer des E-Home-Projektes über ihre Schwierigkeiten mit den Elektroautos bei Minustemperaturen berichtet. Oft mussten sie dann auf das Fahrzeug verzichten, weil beim Betrieb von Heizung und Gebläse die Batterie schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. "Aus Gesprächen mit Teilnehmern wissen wir, dass sich in dieser Zeit die Reichweite der Fahrzeuge drastisch verringert hat", sagt jetzt auch Lehde. Dabei habe es sich aber um Ausnahmewerte gehandelt.

Die Umfrageergebnisse hätten außerdem gezeigt, dass das Fahren eines Elektrofahrzeuges einige Verhaltensänderungen mit sich bringe, zum Beispiel beim Ladeverhalten. 25 Prozent der Teilnehmer würden das Auto alle zwei Tage oder seltener mit neuer Energie versorgen. "Und dann vorzugsweise tagsüber, um möglichst viel Strom aus der Photovoltaikanlage zu nutzen", so das Umfrageergebnis. Denn 90 Prozent der Projektteilnehmer ist es offenbar wichtig, dass der Strom für das Elektrofahrzeug aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wird.

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