Asylbewerber

Vielfältige Herkunftsländer

Die meisten Asylbewerber im Landkreis Diepholz kommen nach wie vor aus Syrien. Doch die Herkunftsländer sind vielfältiger geworden, teilt die Kreisverwaltung nun mit.
17.03.2017, 16:32
Lesedauer: 2 Min
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Vielfältige Herkunftsländer
Von Claudia Ihmels

Landkreis Diepholz. Von Jahresbeginn bis zum 15. März hat der Landkreis Diepholz 146 neue Asylbewerber aufgenommen. „Die Herkunftsländer sind dabei etwas vielfältiger geworden“, berichtete Klaus Speckmann, Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung des Landkreises Diepholz, am Dienstag im Ausschuss für Feuerschutz und Ordnung. 14 Prozent der neuen Asylbewerber würden aus Syrien kommen, was nach wie vor den größten Anteil ausmacht. Aber auch zwölf Menschen aus Georgien seien unter den neuen Asylbewerbern, ebenso wie Menschen aus Afghanistan, Iran, Irak, Libyen und Russland.

In den Jahren 2014 bis 2016 sind insgesamt 4517 Asylbewerber in den Landkreis Diepholz gekommen, geht zudem aus der Ausschussvorlage hervor. Davon befanden sich Ende Februar 2017 noch 1883 Menschen im laufenden Asylverfahren. Bis Ende 2016 seien 486 Menschen freiwillig ausgereist, 76 Menschen wurden auf Veranlassung der Ausländerbehörde abgeschoben. Im Moment sind laut Vorlage 498 Menschen ausreisepflichtig. Davon würden aber 443 Ausländer eine Duldung, also eine Aussetzung der Abschiebung, besitzen. „Die übrigen 55 Ausländer müssten eigentlich kurzfristig ausreisen“, schreibt die Kreisverwaltung dazu.

Speckmann wies im Ausschuss darauf hin, dass die eigentliche Arbeit der Ausländerbehörde meistens erst nach der Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge über den Asylantrag beginne. „Deshalb ist in der Ausländerbehörde des Landkreises auch noch keine Entspannung der Arbeitsbelastung erkennbar“, sagte er. Vielmehr steige unter anderem die Zahl der zu bearbeitenden gerichtlichen Klageverfahren immer noch an.

Kristine Helmerichs (Grüne) wollte wissen, ob viele Kinder unter den neuen Flüchtlingen seien. „Wir stellen fest, dass wir in Stuhr viele Kinder haben“, sagte sie. Dazu würde sich die Frage stellen, wie man mit den Kindern umgehen will, Helmerichs nannte das Stichwort Kita-Plätze. Die Vertreter der Kreisverwaltung versprachen, die Zahlen zu ermitteln.

Michael Schnieder (AfD) erkundigte sich nach dem Stand der Dinge beim Fingerabdruck-Scanner und bei der Software für den Datenabgleich. „Wir haben genug Scanner, auch in den Büros“, antworte Speckmann. Der Datenabgleich sei hingegen in den meisten Behörden in Niedersachsen noch nicht möglich. Man wolle sich jetzt damit beschäftigen, was finanziell darstellbar sei, so der der Fachdienstleiter.

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